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Reso­lu­ti­on: 150 Jah­re deut­scher Einheitsstaat

Heu­te vor 150 Jah­ren wur­de der sym­bo­li­sche Grund­stein für den deut­schen Natio­nal­staat gelegt, in des­sen Rechts­nach­fol­ge die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land bis heu­te Teil der „staats- und völ­ker­recht­li­chen Kon­ti­nui­tät Deutsch­lands“ ist.1 Denn am 18. Janu­ar 1871 wur­de in Ver­sailles das Zwei­te Deut­sche Kai­ser­reich proklamiert.

Damit wur­de knapp 65 Jah­re nach der Auf­lö­sung des Hei­li­gen Römi­schen Rei­ches Deut­scher Nati­on und dem Zwi­schen­spiel des deut­schen Bun­des ein neu­er, moder­ner deut­scher Natio­nal­staat geschaffen.

Obwohl die Reichs­grün­dung „von oben“, das heißt durch Bis­marck und die deut­schen Für­sten erfolg­te, wäre sie nicht ohne einen macht­vol­len Pro­zess der Nati­ons­bil­dung „von unten“ mög­lich gewe­sen. Gera­de die Ein­heits- und Frei­heits­be­we­gun­gen von 1817 (Wart­burg­fest), 1832 (Ham­ba­cher Fest) und 1848 (Pauls­kir­che) schu­fen nach­hal­ti­ge Impul­se für die lang ersehn­te Grün­dung des deut­schen Natio­nal­staa­tes und lie­ßen die­sen mit den Wer­ten von Einig­keit, Recht und Frei­heit Rea­li­tät werden.

Wie bei vie­len ande­ren Natio­nen auch, han­del­te es sich um einen lang­jäh­ri­gen Pro­zess mit vie­len Höhen und Tie­fen. Die­se histo­ri­sche Ent­wick­lung muss auch heu­te noch einen ange­mes­se­nen Stel­len­wert in der deut­schen Geschichts- und Erin­ne­rungs­po­li­tik einnehmen.

Denn die Bun­des­re­pu­blik fußt auf den Fun­da­men­ten des 1871 gebil­de­ten Natio­nal­staa­tes. Vie­le der nach wie vor bis heu­te gel­ten­den Geset­ze und Nor­men haben ihren Ursprung im Kai­ser­reich. So unter ande­rem das all­ge­mei­ne und glei­che Wahl­recht – anfäng­lich wie in ganz Euro­pa nur für Män­ner –; die Her­aus­bil­dung eines moder­nen demo­kra­ti­schen Par­tei­en­sy­stems; die Ver­ein­heit­li­chung von Mün­zen, Maßen und Gewich­ten; die Fort­ent­wick­lung des Wirtschafts‑, Nie­der­las­sungs- und Han­dels­rechts sowie des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches; aber auch die all­ge­mei­ne Sozi­al­ver­si­che­rung (Kranken‑, Unfall- und Rentenversicherung).

Dies alles hat den Rah­men für die Aus­übung der Volks­sou­ve­rä­ni­tät in unse­rem frei­heit­li­chen und sozia­len Rechts­staat erst ermöglicht.

Zudem trug die Grün­dung des Natio­nal­staa­tes zum wirt­schaft­li­chen Auf­stiegs Deutsch­lands bei. Ohne die gro­ßen Erfin­dun­gen und zahl­rei­chen Paten­te deut­scher Tüft­ler und Wis­sen­schaft­ler hät­te sich unser Hei­mat­land nicht zu dem ent­wickeln kön­nen, was es bis heu­te geblie­ben ist: eine der füh­ren­den Indu­strie­na­tio­nen der Welt.

Dies alles zeigt, dass Nati­on, Iden­ti­tät und Demo­kra­tie untrenn­bar mit der Sou­ve­rä­ni­tät eines Natio­nal­staa­tes ver­bun­den sind. Nur indem man die Viel­falt der euro­päi­schen Völ­ker und die Eigen­stän­dig­keit der Natio­nal­staa­ten bewahrt, las­sen sich unse­re frei­heit­li­chen Errun­gen­schaf­ten der letz­ten 150 Jah­re erhal­ten und weiterentwickeln.

Ber­lin, den 18. Janu­ar 2021

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