Kultur&Tourismus

Rote Kar­te für Kultur-Klüngel

Nur weni­ge Tage vor Weih­nach­ten soll­te der Kul­tur­aus­schuss in einer extra dazu ange­setz­ten Son­der­sit­zung noch schnell einen fet­ten Brocken an För­der­mit­teln im Kul­tur­be­reich frei­ge­ben. Gan­ze vier Stun­den vor Sit­zungs­be­ginn kam auch noch das Bünd­nis aus CDU, Grü­nen, SPD, Lin­ken und FDP mit einem umfang­rei­chen Ände­rungs­an­trag per E‑Mail um die Ecke, den wir ein­fach durch­win­ken soll­ten. Nach der Devi­se »die Mehr­hei­ten ste­hen sowie­so fest« hielt man es offen­bar für über­flüs­sig, dass wir uns über­haupt mit dem not­wen­di­gen Ernst mit dem Papier befassen.

Gemein­sam mit den Frei­en Wäh­lern sahen wir uns gezwun­gen, die­sem demo­kra­tie­schä­di­gen­den Wir­ken die Rote Kar­te zu zei­gen: Wir mach­ten gemein­sam vom Recht auf Hebung der Vor­la­ge in den Stadt­rat Gebrauch. Die lan­gen Gesich­ter waren nun plötz­lich – anders als vor­ge­se­hen – auf der ande­ren Sei­te des Saa­les. Dabei geht es uns doch nur dar­um, mehr Trans­pa­renz bei der För­der­mit­tel­ver­ga­be herzustellen.