SBR Plauen stimmt für neue Sportanlagen im Südpark
Der Stadtbezirksbeirat Dresden‑Plauen hat ins seiner Sitzung am 3. Februar 2026 einstimmig die Errichtung neuer Freizeitsportanlagen befürwortet. Auf einer Fläche von rund 9.800 Quadratmetern südlich der Nöthnitzer Straße entsteht eine zusammenhängende „Freizeitsportspange“ mit Angeboten für alle Generationen. Vorgesehen sind unter anderem zwei Calisthenics-Anlagen, drei Tischtennisplatten, ein Tischkicker, fünf Beachvolleyball-Felder sowie ein Multifunktionsfeld mit Fußballtoren und Streetball-Aufsatz. Hinzu kommen Balancierseile, Sitzmöglichkeiten, Fahrradbügel und großzügige Aufenthaltsbereiche, die zum Verweilen im Grünen einladen. Damit wird ein heute kaum genutzter Bereich des Südparks zu einem Ort des nachbarschaftlichen Miteinanders und der körperlichen Betätigung umgestaltet.
Der Südpark liegt im Schwerpunktgebiet „Campus Dresden“ und ist von starkem demografischem Wandel geprägt. Ziel des Projekts ist es, die Lebensqualität für ältere Bewohner durch wohnortnahe Erholung zu verbessern und zugleich junge Familien, Studenten und Berufstätige stärker an den Stadtteil zu binden. Gerade aus heimatverbundener Perspektive ist es wichtig, dass ein Stadtviertel nicht zur anonymen Schlafstadt verkommt, sondern Orte behält, an denen sich Nachbarn kennen lernen, Kinder sicher spielen und Vereinskultur wachsen kann. Die neue Freizeitsportanlage knüpft daran an, indem sie bewusst Angebote für alle Altersgruppen vorsieht und bestehende Grünstrukturen erhält und aufwertet.
Das Vorhaben ist fest im integrierten Stadtentwicklungskonzept und im Fördergebietskonzept „Kohlenstraße–Südpark“ verankert, ebenso im Bebauungsplan Nr. 40, der den Südpark als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Freizeitsportanlage festlegt. Damit wird sichergestellt, dass hier dauerhaft ein frei zugänglicher Ort für die Bürger vor Ort entsteht – kein kurzfristiges Modeprojekt, sondern ein langfristig gesicherter Teil der städtischen Infrastruktur. Darüber hinaus verbessert die Anlage die Barrierefreiheit der Wege und berücksichtigt durch Vegetations- und Retentionsmulden auch die Hanglage, sodass nördlich angrenzende Grundstücke besser vor Erosion und Starkregenfolgen geschützt werden. Stadtteilentwicklung bedeutet hier also ganz konkret: mehr Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit, bessere Erreichbarkeit und ein gepflegtes Umfeld, das den Wert des Quartiers steigert.
Die neue Freizeitsportanlage liegt im künftigen Kernareal der Bundesgartenschau im Südpark und markiert den nordöstlichen Eingang. Auch wenn die BUGA-Planungen insgesamt deutlich abgespeckt wurden, bleibt dieser Baustein ein positives Signal: Dresden investiert nicht in kurzlebige Showarchitektur, sondern in robuste, alltagstaugliche Strukturen, die den Bürgern auch nach der BUGA gehören und dienen. Während der Schau steht die Anlage sowohl den Anwohnern als auch den Gästen als Ort für sportliche Erholung zur Verfügung – danach bleibt sie als dauerhafte, solide verankerte Aufwertung des Stadtteils erhalten. Aus heimatverbundener Perspektive ist das ein verantwortungsvoller Weg: öffentliche Gelder fließen in etwas Bodenständiges, was der eigenen Bevölkerung langfristig Nutzen und Identifikation bietet.
Das Projekt setzt bewusst auf naturnahe Gestaltung: Retentionsmulden, artenreiche Wiesen, Strauchpflanzungen und Obstgehölze schaffen ein grünes Band, das an den angrenzenden Waldraum anschließt und das Mikroklima verbessert. In Anlehnung an die Idee der „essbaren Stadt“ werden Obstbäume integriert, sodass der Park nicht nur zum Sport, sondern auch zum bewussten Erleben von Natur und Jahreszeiten einlädt. So verbindet die Anlage traditionelle Elemente – Obstbäume, Wiese, Wald – mit modernen Sportangeboten und stärkt damit die Verwurzelung der Menschen mit ihrem vertrauten Stück Heimat im Süden Dresdens.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften wird voraussichtlich noch diese Woche abschießend über das Projekt entscheiden.

