AfD Dresden,  Aus dem Wahlkreis

Vernunft Stadt Ideologie – Kommunalwahlprogramm 2019

Inhalt

VERNUNFT STADT IDEOLOGIE


Hier gibt es die PDF- und Hör­buch­fas­sung.

Dres­den ist eine der prä­gen­den Städ­te Deutsch­lands. Poli­tik, Kul­tur und Wis­sen­schaft set­zen hier die Trends, die spä­ter die Debat­ten im gan­zen Land bestim­men. Ob mit der Bebau­ung des Neu­markts für die Wie­der­be­le­bung der Innen­stadt, mit den tech­ni­schen Inno­va­tio­nen aus unse­rer ein­zig­ar­ti­gen For­schungs­land­schaft oder mit Pegi­da und der Debat­te um die Ein­wan­de­rungs­po­li­tik – Dres­den zeigt, wie’s geht.

Das Dresd­ner Bür­ger­tum ist stolz und selbst­be­wusst genug, sich zu Wort zu mel­den und eige­ne Wege zu gehen. Es pflegt ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum, schützt die Frei­heit des Anders­den­ken­den und gestal­tet sei­ne Stadt mit Herz und Ver­stand. Das Wis­sen um die eige­ne Geschich­te und Tra­di­ti­on begrün­det in Dres­den den Anspruch an das eige­ne poli­ti­sche Han­deln, das fort­zu­set­zen, was die Alt­vor­de­ren geschaf­fen haben und der Stadt Welt­gel­tung ein­ge­bracht hat. Die­sem Anspruch möch­ten auch wir gerecht wer­den. Wir wol­len im Bewusst­sein unse­res gro­ßen Erbes unse­re Stadt der Zukunft öff­nen: lebens­wert, dyna­misch, sicher, anre­gend, gerecht, inno­va­tiv und fried­lich.

Ein lethar­gi­scher Ober­bür­ger­mei­ster und eine ideo­lo­gi­sier­te Stadt­rats­mehr­heit ver­hin­der­ten bis­her, dass Dres­den die Poten­tia­le sei­ner Bür­ger nutzt. Die Stadt­rats­wahl ist die Chan­ce, die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Sta­gna­ti­on zu durch­bre­chen und dafür zu sor­gen, dass die Kom­mu­nal­po­li­tik genau­so avant­gar­di­stisch wird wie die Bür­ger­schaft. Hier­zu unter­brei­tet die AfD Vor­schlä­ge, auf deren Basis sie unse­re Stadt in den kom­men­den Jah­ren gestal­ten will.

Stadtentwicklung

Dres­den wächst. Die Bevöl­ke­rung ist in den letz­ten Jah­ren auf 550 000 Ein­woh­ner ange­wach­sen. Aller­or­ten wird gebaut. Die­ses Wachs­tum bie­tet Chan­cen und Risi­ken. Wenn es nicht gelingt, das Wachs­tum in die Bah­nen einer geord­ne­ten und durch­dach­ten Ent­wick­lung zu len­ken, dro­hen Wild­wuchs und ein Ver­lust an Iden­ti­tät. Die bis­he­ri­ge Stadt­pla­nung lässt nicht erken­nen, dass sie die­ser Her­aus­for­de­rung gewach­sen ist. Das wol­len wir ändern.

Stadtstruktur

Eine gewach­se­ne Stadt geht vom dicht besie­del­ten Zen­trum kon­ti­nu­ier­lich in dün­ner besie­del­te Rand­ge­bie­te über. Durch die Bom­bar­die­rung ist das in Dres­den nicht der Fall. Unmit­tel­bar an den wie­der­her­ge­stell­ten Innen­stadt­kern schlie­ßen sich Brach­flä­chen und lücken­haft und locker bebau­te Quar­tie­re an. Dadurch kann auch die im Zen­trum vor­han­de­ne Infra­struk­tur nicht opti­mal genutzt wer­den. Gene­rell fehlt es an inner­städ­ti­schem Leben. Wir wol­len das ändern und Kin­der­la­chen zurück in die Stadt­mit­te brin­gen! Wir wer­den dafür sor­gen, dass neue Wohn­ge­bie­te vor­zugs­wei­se inner­städ­tisch geplant wer­den. Dazu wol­len wir Bebau­ungs­plä­ne für das ehe­ma­li­ge Plat­ten­werk­are­al in Johann­stadt, ent­lang der Dürer­stra­ße, süd­lich der Streh­le­ner Stra­ße sowie im Are­al zwi­schen Ammon­stra­ße, Frei­ber­ger Stra­ße und Gotha­er Stra­ße auf­stel­len. Die­se neu­en inner­städ­ti­schen Wohn­ge­bie­te wol­len wir dabei als Misch­ge­bie­te aus­wei­sen, um durch eine Mischung ver­schie­de­ner städ­ti­scher Funk­tio­nen einen eige­nen „Kiez“-Charakter zu errei­chen. Zudem wol­len wir die Park­platz­flä­chen west­lich der Pra­ger Stra­ße mit Woh­nun­gen über­bau­en. Die Struk­tur der Dresd­ner Innen­stadt ist durch die Ver­kehrs­schnei­se im Zuge der Peters­bur­ger Stra­ße erheb­lich gestört; dadurch endet die Innen­stadt am Pir­n­ai­schen Platz. Eine Gesun­dung der Stadt­struk­tur setzt vor­aus, dass die­se Schnei­se über­baut wird. Hier­zu wol­len wir in der kom­men­den Legis­la­tur die pla­ne­ri­schen Vor­ar­bei­ten lei­sten, indem eine alter­na­ti­ve Ver­kehrs­füh­rung für den Durch­gangs­ver­kehr ermög­licht wird. Wir bevor­zu­gen, den Durch­gangs­ver­kehr von der Han­sastra­ße außer­halb des 26er Rings in den Tun­nel am Haupt­bahn­hof zu füh­ren. Die aktu­ell vor­be­rei­te­te Sanie­rung und gar Ver­brei­te­rung der Caro­l­a­b­rücke in heu­ti­ger Form ist hin­ge­gen phan­ta­sie­los; sie soll­te zurück­ge­stellt wer­den. Nach Fer­tig­stel­lung einer neu­en Ver­kehrs­span­ge kann die jet­zi­ge über­brei­te Peters­bur­ger Stra­ße Schritt für Schritt über­baut wer­den.

Hin­sicht­lich der Pla­nung die­ser Über­bau­ung unter­stüt­zen wir Bür­ger­initia­ti­ven, die die Wie­der­her­stel­lung von histo­risch bedeut­sa­men Leit­bau­ten wie dem „Kai­ser­pa­last“ am Pir­n­ai­schen Platz befür­wor­ten. Um eine grü­ne Oase zu schaf­fen, wol­len wir den Gro­ßen Gar­ten mit der Bür­ger­wie­se zu einem „Ganz Gro­ßen Gar­ten“ ver­schmel­zen, der dann von der Kar­cher­al­lee bis zum Georg­platz reicht. Hier­zu hal­ten wir eine Fuß­gän­ger­brücke über die Len­né­stra­ße für sinn­voll. Auch in den Stadt­tei­len set­zen wir uns für neue Park­an­la­gen ein. Wir unter­stüt­zen die Idee eines Pro­me­na­den­rings in der Innen­stadt. Wir wer­den prü­fen, ob im Rah­men einer Bun­des­gar­ten­schau, für die sich Dres­den bewer­ben kann, ein Teil des Ran­gier­bahn­hofs Fried­rich­stadt in einen neu­en Park umge­wan­delt wer­den kann. Bei städ­te­bau­li­chen Pro­jek­ten kann die Stesad als Anker­in­ve­stor den Start­schuss für die Ent­wick­lung neu­er Area­le geben, soll aber kei­nen eige­nen Immo­bi­li­en­be­stand auf­bau­en.

Die Eigen­tüm­lich­kei­ten der ein­ge­mein­de­ten Ort­schaf­ten als histo­risch gewach­se­ne Dör­fer wol­len wir erhal­ten.

Architektur

Die archi­tek­to­ni­sche Ent­wick­lung Dres­dens ab 1990 ver­lief wider­sprüch­lich: Einer­seits hat der histo­ri­sche und histo­ri­sie­ren­de Wie­der­auf­bau des Neu­markts euro­pa­weit Furo­re und Schu­le gemacht und ist Vor­bild für städ­ti­sche Rekon­struk­ti­ons­pro­jek­te in zahl­rei­chen Städ­ten: Wo immer enga­gier­te Bür­ger ihre Innen­städ­te wie­der lebens­wert gestal­ten wol­len, ver­wei­sen sie auf unser Vor­bild. Ande­rer­seits haben die Bemü­hun­gen um eine zeit­ge­nös­si­sche Archi­tek­tur an nahe­zu allen ande­ren Plät­zen zu wenig über­zeu­gen­den bis häss­li­chen Lösun­gen geführt: ob Straß­bur­ger, Wie­ner oder Post­platz – es ist miss­glückt! Die dor­ti­gen Neu­bau­ten sind gesichts- und see­len­los und aus­tausch­bar. Auch die son­sti­ge Bebau­ung erfolgt har­mo­nie­los. Ein Leit­ge­dan­ke und eine Idee, wie das Wachs­tum unse­rer Stadt in einen Gesamt­zu­sam­men­hang gestellt wer­den kann, sind außer­halb des Neu­markt-Are­als nicht zu erken­nen. Das wol­len wir ändern.

Der Erfolg des Neu­markt-Are­als ist für uns die Grund­la­ge unse­rer Vor­stel­lun­gen zur Stadt­ent­wick­lung. Wir wol­len aus dem Nukle­us des Neu­markts die gesam­te Stadt im Sin­ne des klas­si­schen euro­päi­schen Städ­te­baus wei­ter­ent­wickeln. Dazu wol­len wir einen „Dresd­ner Archi­tek­tur­stan­dard“ ent­wickeln, der Schluss macht mit dem Plat­ten­bau 2.0. Wir wol­len zurück zur geglie­der­ten Putz-Fas­sa­de, indi­vi­dua­li­sier­ter Fas­sa­den­ge­stal­tung und Block­rand­be­bau­ung unter Berück­sich­ti­gung der histo­ri­schen Stra­ßen­ver­läu­fe vor der Zer­stö­rung Dres­dens. Auf die­ser Grund­la­ge wol­len wir, begin­nend mit der Innen­stadt (26- er Ring) und dann fol­gend für die übri­gen Stadt­tei­le, eine Gestal­tungs­sat­zung ent­wickeln und in Kraft set­zen. Sie sorgt dafür, dass in Dres­den wie­der qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig, ästhe­tisch und zeit­los gebaut wird und die Zeit der aus­tausch­ba­ren Kisten­ar­chi­tek­tur ihr ver­dien­tes Ende fin­det.

Auch bei städ­ti­schen Neu­bau­ten wer­den wir die Pha­se der Kisten-Archi­tek­tur been­den. Der Neu­bau des Tech­ni­schen Rat­hau­ses am Georg­platz darf kei­ne Glas­fas­sa­de erhal­ten, son­dern soll viel­mehr durch eine klas­si­sche Gestal­tung das Ende der archi­tek­to­ni­schen Phan­ta­sie­lo­sig­keit mar­kie­ren.

Alt­bau­sub­stanz – also die Gebäu­de, die bis Ende der 1950er Jah­re errich­tet wor­den waren – soll geschützt wer­den: Bes­ser sanie­ren als abrei­ßen. Umge­kehrt sol­len Gebäu­de ab 1960, die zum Teil in der Absicht errich­tet wur­den, um die Stadt­sil­hou­et­te zu stö­ren, eher abge­ris­sen als ver­schlimm­bes­sert wer­den. Wir leh­nen eine Bau­ge­neh­mi­gung für Umbau­ten an dem Hoch­haus „Pir­n­a­sches Tor“ ab und set­zen uns für des­sen Abriss eben­so wie auch für jenen des Hotels am Ter­ras­sen­ufer ein. Hier­bei ste­hen wir für eine Koope­ra­ti­on mit den in Dres­den agie­ren­den Bau­trä­gern, die wir bei die­sen Bemü­hun­gen als unse­re Part­ner anse­hen. Gera­de bei der Neu­markt­be­bau­ung haben loka­le Bau­trä­ger oft erheb­li­ches unter­neh­me­ri­sches Risi­ko auf sich genom­men, um die­ses Pro­jekt zum Erfolg für die gan­ze Stadt wer­den zu las­sen. Unse­re Gestal­tungs­vor­schlä­ge schlie­ßen bei inner­städ­ti­schen Pro­jek­ten eine höhe­re Ver­dich­tung und damit mehr nutz­ba­re Brut­to­ge­schoss­flä­che ein; die euro­päi­sche Stadt war und ist dicht bebaut und gera­de des­halb leben­dig und lebens­wert.

Bei der Auf­stel­lung von Bebau­ungs­plä­nen wol­len wir auf der Grund­la­ge des Leit­bilds der Euro­päi­schen Stadt und einer klas­si­schen For­men­spra­che daher mit den Inve­sto­ren zusam­men­ar­bei­ten, um so die Geneh­mi­gungs­ko­sten für Immo­bi­li­en­pro­jek­te in Dres­den zu ver­rin­gern. Wei­ter­hin för­dern wir die Wie­der­errich­tung prä­gnan­ter histo­ri­scher Gebäu­de. Die Rekon­struk­ti­on der Oran­ge­rie an der Her­zo­gin Gar­ten, eines wah­ren Klein­ods, zeigt, wie sol­che Gebäu­de das Stadt­bild bele­ben und iden­ti­täts­stif­tend wir­ken.

Das Bel­ve­de­re auf der Brühl­schen Ter­ras­se soll wie­der auf­ge­baut wer­den. Dazu wird eine Aus­schrei­bung für inter­es­sier­te Inve­sto­ren orga­ni­siert. Bei der Über­bau­ung des ehe­ma­li­gen „Robo­tron-Are­als“ wün­schen wir eben­falls eine Über­ar­bei­tung der bestehen­den Pla­nung und ein inner­städ­ti­sches Quar­tier in Block­rand­be­bau­ung. Die aus der Bür­ger­schaft auf­ge­wor­fe­ne For­de­rung nach Wie­der­errich­tung des „Palais Oppen­heim“ unter­stüt­zen wir und regen den Wie­der­auf­bau des histo­ri­schen Gebäu­des der Kreuz­schu­le an. Die Sanie­rung der Kan­ti­ne des Robo­tron leh­nen wir ab. Wir set­zen uns für den Erhalt der histo­ri­schen Stra­ßen­la­ter­nen ein, die frei­lich mit moder­nen LED-Leucht­mit­teln aus­ge­stat­tet wer­den sol­len. Auch auf neu errich­te­ten Stra­ßen oder beim Aus­tausch der Stra­ßen­be­leuch­tung sol­len sol­che histo­risch gestal­te­ten Stra­ßen­lam­pen ein­ge­baut wer­den.

Um die Stadt für Fuß­gän­ger attrak­ti­ver zu machen, wer­den wir ein Geh­weg- Sanie­rungs­pro­gramm auf­le­gen. Ins­ge­samt wol­len wir in Dres­den zei­gen, dass eine Stadt­pla­nung, die sich von den Irr­we­gen des 20. Jahr­hun­derts abgrenzt und wie­der auf zeit­lo­se Maß­stä­be euro­päi­schen Städ­te­baus zurück­geht, in sozia­ler, öko­no­mi­scher und öko­lo­gi­scher Hin­sicht zukunfts­wei­send ist.

Wiederaufbau des Wolfshügelturms

Wir tre­ten für eine Wie­der­errich­tung des Wolfs­hü­gel-Turms ein. Die­ser soll durch eine Pri­vat­in­itia­ti­ve errich­tet von der Stadt bezu­schusst wer­den.

Internet

In eini­gen Stadt­tei­len ist die Ver­sor­gung mit schnel­lem Inter­net nicht gesi­chert, was auch für ansäs­si­ge Unter­neh­men zum Pro­blem wird. Wir wol­len den flä­chen­decken­den Aus­bau des Glas­fa­ser­net­zes in Dres­den beschleu­ni­gen. Der Aus­bau soll ähn­lich wie Was­ser und Strom in die Zustän­dig­keit der Stadt­wer­ke über­ge­hen. Glas­fa­ser­lei­tun­gen sol­len nicht, wie bis­her, an zen­tra­len Ver­tei­ler­kno­ten enden, son­dern bis zu den Häu­sern gelan­gen. Den Aus­bau des Mobil­funks der 5. Genera­ti­on unter­stüt­zen wir.

Wohnen

Neben der Zufrie­den­heit mit dem öffent­li­chen Raum ist die Zufrie­den­heit mit dem pri­va­ten Raum, der eige­nen Woh­nung das zwei­te wesent­li­che Kri­te­ri­um für die Lebens­qua­li­tät in einer Stadt. Der Grund­steu­er­re­form wol­len wir mit einer Sen­kung der Hebe­sät­ze ent­ge­gen­tre­ten. Eine stär­ke­re Bela­stung der Dresd­ner Bür­ger durch die Gesetz­ge­bung des Bun­des wol­len wir ver­hin­dern. Die der­zei­tig für Dres­den exi­stie­ren­den Bau­vor­schrif­ten wol­len wir pra­xis­nah und ein­fa­cher gestal­ten.

Mietwohnungen

Das Stadt­wachs­tum führt ins­be­son­de­re für die Mit­tel­schicht zu Woh­nungs­man­gel. Wäh­rend Dres­den, ins­be­son­de­re in den Plat­ten­bau­ge­bie­ten, über aus­rei­chend preis­gün­sti­gen Wohn­raum ver­fügt, fehlt es an erschwing­li­chem Wohn­raum im mitt­le­ren Preis­seg­ment, ins­be­son­de­re für Fami­li­en mit dem Bedarf an 3- und 4‑Zim­mer-Woh­nun­gen. Wir leh­nen die Vor­stel­lung ab, dass die Kom­mu­ne hier durch eige­ne Gesell­schaf­ten Wohn­raum errich­ten und hal­ten muss. Die Erfah­rung zeigt, dass städ­ti­sche Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten weni­ger effi­zi­ent, aber dafür in höhe­rem Maße ver­filzt sind als pri­va­te und genos­sen­schaft­li­che Ver­mie­ter.

Aus die­sem Grun­de wer­den wir die rot-rot-grü­nen Bemü­hun­gen um eine städ­ti­sche Woh­nungs­ge­sell­schaft been­den. Die gegrün­de­te Gesell­schaft wer­den wir liqui­die­ren, bereits errich­te­te oder sich im Bau befind­li­che Woh­nun­gen vor­zugs­wei­se an Genos­sen­schaf­ten ver­äu­ßern. Damit Gering­ver­die­ner und Emp­fangs­be­rech­tig­te von Wohn­geld wei­ter­hin in ihrer Woh­nung blei­ben kön­nen, wol­len wir die bis­her bewähr­te Wohn­geld­zah­lung fort­set­zen. Als den maß­geb­li­chen Akteur für die Errich­tung von Miet­woh­nun­gen im mit­tel­prei­si­gen Seg­ment erach­ten wir die Dresd­ner Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaf­ten. Die Exi­stenz sol­cher gro­ßer Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaf­ten, die zudem wirt­schaft­lich sta­bil sind, sehen wir als einen kla­ren Stand­ort­vor­teil auf dem Dresd­ner Woh­nungs­markt. Die­se Genos­sen­schaf­ten ver­fü­gen über aus­rei­chend bebau­ba­re Grund­stücke im Wege der Ver­dich­tung und Auf­stockung in ihren vor­han­de­nen Wohnarea­len und sind für Neu­bau­pro­jek­te liqui­de. Wir wol­len mit den Woh­nungs­ge­nos­sen­schaf­ten einen „Gene­ral­plan fami­li­en­freund­li­ches Woh­nen“ erar­bei­ten, in dem wir in Koope­ra­ti­on mit ihnen ein Neu­bau­pro­gramm für fami­li­en­freund­li­che Woh­nun­gen abstim­men. Hier­bei wer­den wir, wo dies nötig ist, städ­ti­sche Grund­stücke für die Woh­nungs­ge­nos­sen­schaf­ten zur Ver­fü­gung stel­len.

Familien zu Wohneigentum verhelfen

Die beste Art zu woh­nen ist für uns im pri­va­ten Wohn­ei­gen­tum. Wohn­ei­gen­tum hal­ten wir zudem für eine idea­le Alters­vor­sor­ge. Durch die Nied­rig­zins­po­li­tik der Euro­päi­schen Zen­tral­bank, den gro­ßen Zustrom nach Dres­den sowie die gestie­ge­nen Bau­ko­sten sind der­zeit die Immo­bi­li­en­prei­se so hoch, dass sich Fami­li­en kaum noch Wohn­ei­gen­tum lei­sten kön­nen. Wir wol­len hier­zu auf städ­ti­schen Grund als Pilot­pro­jekt eine fami­li­en­freund­li­che Rei­hen­haus­sied­lung ent­wickeln. Kin­der­rei­che Fami­li­en sol­len bei dem Erwerb durch Hil­fen bei der Finan­zie­rung bspw. durch zins­lo­se Bau­dar­le­hen unter­stützt wer­den. Die Ent­eig­nung von Woh­nun­gen, Häu­sern oder Grund­stücken zum Zweck der Zwangs­be­le­gung leh­nen wir ab.

Wohnungsbau fördern

Dres­den erlebt Zuzug, zudem wach­sen die Ansprü­che an die Woh­nungs­grö­ße. Um die Mie­ten sta­bil zu hal­ten, ist daher ein dau­er­haft star­ker Woh­nungs­neu­bau uner­läss­lich, den nur pri­va­te Bau­her­ren gewähr­lei­sten kön­nen. Pri­va­te Bau­pro­jek­te gleich wel­cher Grö­ße sol­len des­halb freie Bahn erhal­ten. Dabei stel­len wir auch an sie höhe­re Ansprü­che bezüg­lich der archi­tek­to­ni­schen Gestal­tung ihrer Neu­bau­ten als bis­her. Wir wol­len die Anspan­nun­gen auf dem Dresd­ner Woh­nungs­markt durch Neu­bau, nicht durch staat­li­che Zwangs­maß­nah­men been­den. Zur Ent­span­nung des Dresd­ner Woh­nungs­markts wer­den wir die der­zei­ti­ge Pra­xis been­den, Asyl­be­wer­ber und Gedul­de­te dezen­tral in Woh­nun­gen unter­zu­brin­gen. Die Bau­bü­ro­kra­tie ist auf das nied­rigst­mög­li­che Maß zu redu­zie­ren.

Verkehr

Eine pro­spe­rie­ren­de Stadt ist nicht eine sol­che, in der die Armen Auto fah­ren, son­dern die Wohl­ha­ben­den die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel benut­zen. Aus die­sem Grun­de set­zen wir uns für ein gedeih­li­ches Mit­ein­an­der aller Ver­kehrs­trä­ger ein. Die ideo­lo­gi­sche Bevor­zu­gung ein­zel­ner Ver­kehrs­trä­ger auf Kosten ande­rer leh­nen wir ab. Unser Ziel ist es, durch eine intel­li­gen­te Stadt­ent­wick­lung und attrak­ti­ve öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel mehr Men­schen dazu anzu­re­gen, Bus und Bahn zu nut­zen und mit dem Fahr­rad zu fah­ren. Zudem muss eine Stadt wie Dres­den mit der Regi­on ver­bun­den und über­re­gio­nal erreich­bar sein.

Neuordnung des Hauptverkehrs

Die Ver­kehrs­füh­rung des Auto­ver­kehrs in Dres­den erfolgt direkt durch die Innen­stadt durch die Ver­kehrs­schnei­se Peters­bur­ger Stra­ße-Caro­l­a­b­rücke-Gro­ße Meiß­ner Stra­ße. Die­se Ver­kehrs­ader been­det die Innen­stadt bereits am Pir­n­ai­schen Platz und ist ein städ­te­bau­li­ches Übel. Nach­dem die Über­bau­ten der Caro­l­a­b­rücke nun an ihr Lebens­en­de gelangt sind, wol­len wir den Haupt­ver­kehr neu ord­nen, anstatt – wie von der Stadt­ver­wal­tung geplant – für 25 Mil­lio­nen Euro den sta­tus quo zu sanieren.Dazu wol­len wir eine neue Ver­kehrs­span­ge errich­ten, die den Ver­kehr von der Han­sastra­ße ent­we­der über eine drit­te Mari­en­brücke oder über eine Brücke an der Erfur­ter Stra­ße Rich­tung Fried­rich­stadt lei­tet, wo dann ein zen­tra­ler Kno­ten­punkt mit Anschlüs­sen an den Bramsch­tun­nel, in Rich­tung Haupt­bahn­hof- Tun­nel sowie auf das Emme­rich-Ambros-Ufer und Rich­tung Zel­lescher Weg ent­steht.

Die ent­spre­chen­de Rou­te ist im Flä­chen­nut­zungs­plan bereits als Ver­kehrs­weg aus­ge­wie­sen, Tei­le der Strecke sind bereits vor­be­rei­tet. Damit kann die jet­zi­ge Strecke auf ein städ­te­bau­lich ver­träg­li­ches Maß zurück­ge­baut wer­den. Die Caro­l­a­b­rücke kann einen neu­en Über­bau erhal­ten, der einer Stadt­brücke ent­spricht und nicht einer Auto­bahn ähnelt. Die­se Neu­ord­nung des Ver­kehrs zieht den Durch­gangs­ver­kehr aus der Stadt, sie erleich­tert den Durch­gangs­ver­kehr durch eine idea­le und bereits städ­te­bau­lich ange­leg­te Ver­kehrs­füh­rung und sie ermög­licht über die neue Anbin­dung an den Tun­nel Haupt­bahn­hof wei­ter­hin die Erreich­bar­keit der Innen­stadt mit dem Auto. Es sind also kei­ne Ver­kehrs­ein­schrän­kun­gen mit ihr ver­bun­den – aber es wird Frei­raum für städ­ti­sche Ent­wick­lung im Zen­trum geschaf­fen. Dres­den wird so attrak­ti­ver, ohne sich ver­kehrs­mä­ßig zu beschrän­ken.

Wei­ter­hin wol­len wir den von Nor­den in die Stadt ein­flie­ßen­den Ver­kehr an der Stauf­fen­berg­al­lee ablei­ten und dazu eine vier­spu­ri­ge Ver­bin­dung von der Kreu­zung Königs­brücker Straße/ Stauf­fen­berg­al­lee zur Han­sastra­ße her­stel­len. Die Kreu­zung soll zwei­et­a­gig aus­ge­baut wer­den. Damit kann ein vier­spu­ri­ger Aus­bau der Königs­brücker Stra­ße zwi­schen Stauf­fen­berg­al­lee und Albert­platz unter­blei­ben. Zur Ent­la­stung der Stadt ist die bal­di­ge Fer­tig­stel­lung der Ost­um­fah­rung Dres­dens – von der A17 bei Pir­na bis zur A4 bei Rade­berg und der A13 bei Rade­burg uner­läss­lich; die Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren auf Dresd­ner Gebiet wer­den wir beschleu­ni­gen.

Individualverkehr

Die indi­vi­du­el­le Mobi­li­tät der Bür­ger ist für uns ein hohes Gut. Der eige­ne PKW ist ein Aus­druck von Frei­heit. Zudem ist der Wohl­stand unse­rer Stadt von der Erreich­bar­keit wie der Mobi­li­tät auch der Gewer­be­trei­ben­den abhän­gig.
Mit uns wird es kein Die­sel-Fahr­ver­bot in der Stadt geben. Die Stick­oxid- und Fein­staub­mes­sta­ti­on an der Berg­stra­ße muss abge­baut und, gemäß ent­spre­chen­der EU-Vor­schrift (Vgl. 2008/50/EG) an einer Posi­ti­on im Stadt­ge­biet auf­ge­baut wer­den, die für die Schad­stoff­be­la­stung im gesam­ten Stadt­ge­biet reprä­sen­ta­tiv ist. Ideo­lo­gisch moti­vier­te Ver­kehrs­hin­der­nis­se, wie etwa die Rück­nah­me der Zwei­spu­rig­keit der Win­ter­berg­stra­ße, wer­den wir wie­der abschaf­fen. Unsin­nig­kei­ten wie die geplan­te Ein­spu­rig­keit des Zel­leschen Weges und der Köp­ke­stra­ße leh­nen wir ab. Wir haben als poli­ti­sches Ziel, das über die­se Legis­la­tur­pe­ri­ode hin­aus­reicht, dass der Durch­gangs­ver­kehr aus der Innen­stadt her­aus­ge­führt wird, viel­mehr nur noch der Start- und Ziel­ver­kehr die Innen­stadt erreicht. Das soll aber stau- und schi­kane­frei gewähr­lei­stet sein. Im Hin­blick auf das abseh­ba­re Ende der Lebens­dau­er des Blau­en Wun­ders sol­len in der fol­gen­den Legis­la­tur­pe­ri­ode ver­schie­de­ne denk­ba­re Alter­na­ti­ven ein­ge­hend pla­ne­risch unter­sucht wer­den und die Ent­schei­dung fal­len, wie in Zukunft der Ver­kehr zwi­schen Bla­se­witz und Losch­witz flie­ßen wird. Neben einer Errich­tung einer Kopie des blau­en Wun­ders sol­len hier­bei auch Tun­nel­va­ri­an­ten unter­sucht werden,bei deren Umset­zung das Blaue Wun­der dann zu einer Fuß­gän­ger­brücke wür­de.

Die Park­platz­si­tua­ti­on in Dres­den wol­len wir durch eine Park­raum­be­wirt­schaf­tung ent­span­nen, die Anwoh­nern ein Par­ken an den Abend- und Nach­stun­den sichert. Das Par­ken am Schil­ler­gar­ten unter dem Blau­en Wun­der wol­len wir erlau­ben.

Für das Par­ken beim Besuch des Gro­ßen Gar­tens wol­len wir einen geeig­ne­ten Stand­ort für eine Tief­ga­ra­ge suchen. Wäh­rend Ver­an­stal­tun­gen wie bspw. der Schlös­ser­nacht sol­len kosten­freie Park­mög­lich­kei­ten geschaf­fen wer­den. Dazu soll auch eine Park­platz-App ent­wickelt wer­den, die immer die nächst­ge­le­ge­nen frei­en Park­plät­ze anzeigt. Wir möch­ten unnö­ti­ge Ampeln abschaf­fen und, wo mög­lich, den Ver­kehr durch Kreis­ver­keh­re regeln. In den letz­ten Jah­ren durch die lin­ke Stadt­rats­mehr­heit ein­ge­führ­te Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen wol­len wir abschaf­fen, auf vier­spu­ri­gen Aus­fall­stra­ßen soll­te Tem­po 60 die Regel sein.

Teils unsin­ni­ge Ver­kehrs­füh­run­gen und will­kür­li­che Spur­ver­en­gun­gen wer­den wir abschaf­fen. Auch an Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­len soll­te, wie auf der Schandau­er Stra­ße, eine Spur­ver­en­gung ver­mie­den werden.Straßenbahngleise soll­ten gene­rell über­fahr­bar sein. Tem­po­li­mits von 30 km/h auf Haupt­stra­ßen, wie z.B. auf der Wald­schlöss­chen­brücke, wol­len wir kri­tisch über­prü­fen. Um Staus und lan­ge Ampel­schlan­gen zu ver­mei­den, befür­wor­ten wir den wei­te­ren Aus­bau von “Grü­nen Wel­len”.

Wir wer­den ein Alle­en-Pro­gramm initi­ie­ren, damit Dres­dens Stra­ßen nicht nur Ver­kehrs­adern, son­dern ange­neh­me Orte zum Ver­wei­len sind.Eine wei­te­re Erhö­hung der Park­ge­büh­ren leh­nen wir ab.

Straßenbahn und Stadtbus

Die Dresd­ner Ver­kehrs­be­trie­be bie­ten einen öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr auf hohem Niveau. Das wol­len wir aus­bau­en. Das Rück­grat des inner­städ­ti­schen öffent­li­chen Ver­kehrs bil­det die Stra­ßen­bahn. Wir hal­ten an den Aus­bau­pla­nun­gen der Dresd­ner Ver­kehrs­be­trie­be fest. Dies betrifft ins­be­son­de­re den Ersatz der Bus­li­nie 62 durch die Stra­ßen­bahn­li­nie 5. Ergän­zun­gen des Net­zes auf kur­zen Strecken, um die Erreich­bar­keit der Stra­ßen­bahn zu ver­bes­sern, unter­stüt­zen wir. Beim Bus­ver­kehr leh­nen wir Expe­ri­men­te mit Elek­tro­bus­sen, die im Win­ter ste­hen blei­ben, ab. Die Bus­li­ni­en der Stadt mit denen des Umlan­des sol­len bes­ser ver­knüpft wer­den, wie das mit der Linie 66/ A (Frei­tal) bereits geschieht. Dop­pel­li­ni­en sol­len ver­mie­den wer­den. Die Nut­zung von Bus und Bahn soll so ein­fach und ange­nehm wie mög­lich sein. Wir wol­len, dass das bestehen­de DVB-Job­ticket in Zukunft auch für Unter­neh­men ab fünf Mit­ar­bei­tern ange­bo­ten wird. 400 Hal­te­stel­len haben der­zeit kei­ne War­te­häus­chen; wir wol­len hier bis 2025 an allen Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­len und den Hal­te­stel­len der wich­ti­gen Bus­li­ni­en Unter­stän­de errich­ten. Bus­se und Bah­nen wer­den nur genutzt, wenn sie sicher sind. Wir wol­len die Aus­wei­tung der Video­über­wa­chung auch auf die Hal­te­stel­len.

S‑Bahn, Regionalverkehr

Wir unter­stüt­zen die Wei­ter­ent­wick­lung der S‑Bahn. Wir wol­len die Ver­kehrs­an­bin­dung des Umlan­des ver­bes­sern. Des­halb set­zen wir uns gemein­sam mit dem Lan­des­ver­band unse­rer Par­tei dafür ein, die Elek­tri­fi­zie­rung der Bahn­strecken nach Gör­litz und Kamenz vor­an­zu­trei­ben und einen ver­dich­te­ten Takt­fahr­plan nach Ostsach­sen anzu­bie­ten. Kamenz und Baut­zen wol­len wir in das S‑Bahn- Netz ein­bin­den. Für die Attrak­ti­vi­tät Dres­dens sind auch die Tages­tou­ri­sten aus der tsche­chi­schen Repu­blik von Belang. Hier­zu möch­ten wir gemein­sam mit dem VVO, dem Frei­staat Sach­sen und der Euro­päi­schen Uni­on eine Ver­län­ge­rung der bestehen­den Regio­nal­ex­press­li­nie von Prag nach Decin/Tet­schen-Boden­bach wei­ter bis nach Dres­den im 2‑Stun­den-Takt, alter­nie­rend zu den Euro­ci­ty-Zügen. Es soll also ähn­lich dem Regio­nal­ex­press „Saxo­nia“ zwi­schen Dres­den und Leip­zig einen Regio­nal­ex­press „Bohemia“ zwi­schen Dres­den und Prag geben, ergänzt um einen Regio­nal­ex­press „Sile­sia“ nach Gör­litz und spä­ter Bres­lau.

Fernbahnanbindung, insbesondere Neubaustrecke nach Prag, Fernbusse

Die über­re­gio­na­le Anbin­dung Dres­dens mit der Bahn ist unzu­rei­chend. Schnel­ler Bahn­ver­kehr ist der­zeit nur über Leip­zig mög­lich. Dres­den kann sei­ne Mög­lich­kei­ten als Tor nach Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa nicht aus­spie­len. Die Neu­bau­strecke nach Prag (mit Tun­nel unter dem Erz­ge­bir­ge) ist zwar im Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan auf­ge­nom­men, eine Rea­li­sie­rung vor 2040 aber nicht zu erwar­ten. Damit wol­len wir uns nicht abfin­den. Gemein­sam mit der AfD-Frak­ti­on Sach­sen möch­ten wir das Pro­jekt durch eine pri­va­te Vor­fi­nan­zie­rung inner­halb der kom­men­den 10 Jah­re umset­zen. In Kom­bi­na­ti­on mit dem nun end­lich weit­ge­hend umge­setz­ten Aus­bau Dres­den-Ber­lin bestün­de damit eine lei­stungs­fä­hi­ge Bahn­tras­se in Nord- Süd-Rich­tung für Güter- wie Per­so­nen­ver­kehr. Das ver­bes­sert die Anbin­dung Dres­dens und schafft neue Mög­lich­kei­ten als Logi­stik­stand­ort.

Dane­ben for­dern wir die Her­stel­lung regel­mä­ßi­ger durch­gän­gi­ger Bahn­ver­bin­dun­gen nach Bres­lau durch eine gemein­sa­me Aus­schrei­bung der deut­schen und pol­ni­schen Ver­kehrs­ver­bün­de für eine Regio­nal­ex­press-Linie sowie die Ver­bes­se­rung des Zug­an­ge­bo­tes auf der Sach­sen­ma­gi­stra­le. Zuneh­men­der Beliebt­heit erfreu­en sich Fern­bu­s­se. Wir unter­stüt­zen die Plä­ne für den zügi­gen Bau eines zen­tra­len Fern­bus-Bahn­hofs, hal­ten aber die bis­he­ri­gen Plä­ne für nicht aus­ge­wo­gen und prak­ti­ka­bel.

Fußgänger und Radfahrer

Fahr­rad­fah­ren erfreut sich wach­sen­der Popu­la­ri­tät, auch durch die Ein­füh­rung der E‑Bikes. Wir wün­schen inner­halb der Stadt Dres­den die Kom­plet­tie­rung eines recht­sel­bi­schen zwei­ten Elbe­rad­wegs. Anstatt bestehen­de Auto­stra­ßen durch Fahr­rad­we­ge in ihrer Durch­fahrts­fä­hig­keit ein­zu­schrän­ken, wol­len wir ein Netz an Fahr­rad­we­gen, das auf par­al­lel zu den Auto­stra­ßen lie­gen­de Neben­stra­ßen aus­weicht, sodass dort Fahr­rad­stra­ßen ent­ste­hen. Durch die­se Ent­zer­rung von moto­ri­sier­tem Ver­kehr und Fahr­rad­ver­kehr wol­len wir auch die Sicher­heit der Fahr­rad­fah­rer stärken.Die Dresd­ner Fuß­we­ge sind in einem schlech­ten Zustand. Wir wol­len ein zusätz­li­ches Fuß­weg­sa­nie­rungs­pro­gramm auf­le­gen, damit bis 2030 jeder Dresd­ner Fuß­weg in einen gefahr­lo­sen Zustand gebracht wird. Dazu zählt neben dem Fuß­weg­be­lag auch eine ange­mes­se­ne Beleuch­tung, aus­rei­chend Fuß­gän­ger­über­we­ge und ggf. Ampeln. Fuß­we­ge und Rad­we­ge sol­len bau­lich getrennt wer­den.

Zusätz­li­che Elb­que­run­gen ermög­li­chen tou­ri­sti­sche Erschlie­ßung an bei­den Elb­ufern und ent­la­sten den Ver­kehr der Brücken. Nach schiff­fahrts­ge­schicht­li­chem Vor­bild soll die Wie­der­ein­füh­rung von Grund­seil-Gier­fäh­ren an bestehen­den sowie frü­he­ren Stand­or­ten geprüft und umge­setzt wer­den. Die­se umwelt­scho­nen­de Nut­zung der Strö­mungs­en­er­gie wird einen dau­er­haf­ten – von Brenn­stoff­prei­sen unab­hän­gi­gen – sta­bi­len Beför­de­rungs­preis gewähr­lei­sten sowie den tou­ri­sti­schen Wert für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer im ober­el­bi­schen Nah­erho­lungs­ge­biet stei­gern. Als Pilot­pro­jekt soll hier­zu die Fähr­ver­bin­dung vom Brau­haus Watz­ke zum Mes­se­ge­län­de ein­ge­rich­tet und suk­zes­siv auf wei­te­re Stand­or­te aus­ge­wei­tet wer­den.

Flughafen Dresden

Der Dresd­ner Flug­ha­fen sta­gniert in sei­ner Flug­gast­zahl­ent­wick­lung seit Anfang der 2000er Jah­re. Wir sehen hier das Manage­ment gefor­dert. Wir glau­ben nicht, dass der Dresd­ner Flug­ha­fen sich ent­wickelt, wenn er eine unselb­stän­di­ge Toch­ter einer mit­tel­deut­schen Flug­ha­fen­ge­sell­schaft ist und im Wesent­li­chen von Leip­zig aus gema­nagt wird. Wir plä­die­ren dafür, dass der Dresd­ner Flug­ha­fen wie­der wirt­schaft­lich selb­stän­dig wird. Bei der Gestal­tung der Start- und Lan­de­ge­büh­ren sind wir bereit, Sub­ven­tio­nen zu gewäh­ren, wenn Air­lines sich ver­pflich­ten, eine gewis­se Min­dest­an­zahl an Starts und Lan­dun­gen auf dem Dresd­ner Flug­ha­fen pro Jahr anzu­bie­ten, um über ein so geschaf­fe­nes zusätz­li­ches Ange­bot auch eine zusätz­li­che Nach­fra­ge zu schaf­fen.

Kultur und Identität

Die Lebens­qua­li­tät einer Stadt hängt wesent­lich von den kul­tu­rel­len Ange­bo­ten ab. Kul­tur ver­bin­det mit den Genera­tio­nen vor uns und ver­mit­telt Iden­ti­tät. Für Dres­den beson­ders ist das Geden­ken an die Zer­stö­rung der Stadt durch die Bom­bar­die­rung am 13. Febru­ar 1945. Die städ­ti­sche Kul­tur­po­li­tik soll sich die­ser wich­ti­gen Funk­ti­on bewusst wer­den und von den gegen­wär­tig poli­tisch miss­brauch­ten For­ma­ten Abstand neh­men.

Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Jahre 1945

Ein wesent­li­cher Punkt für das Selbst­ver­ständ­nis der Bür­ger der Lan­des­haupt­stadt Dres­den ist die Erin­ne­rungs­kul­tur an die sinn­lo­se Zer­stö­rung unse­rer Stadt am 13. /14. Febru­ar 1945. Es ist an der Zeit, dass im Umgang mit die­sem The­ma eine neue Qua­li­tät ent­wickelt wird und eine ideo­lo­gie­freie Debat­te ent­lang bekann­ter oder unent­deck­ter Tat­sa­chen mög­lich ist. Der 13. Febru­ar ist ein Tag, der in Ehr­furcht began­gen wird und nicht zu tages­po­li­ti­schen Zwecken miss­braucht wer­den darf. Es geht um das wür­de­vol­le Geden­ken der gezähl­ten und unge­zähl­ten Opfer, um das Leid der Ange­hö­ri­gen und deren Nach­kom­men sowie um die Erin­ne­rung an unwie­der­bring­li­che Archi­tek­tur und Kunst.

Wir wol­len – unab­hän­gig von Tages­po­li­tik und poli­ti­scher Ansicht – eine zen­tra­le Gedenk­ver­an­stal­tung, die der Bedeu­tung der größ­ten Zäsur in der mehr als 800-jäh­ri­gen Geschich­te der Stadt gerecht wird. Dazu gehört eine wür­di­ge Gedenk­stät­te auf dem Alt­markt. Eine Inschrift an und vor der Toi­let­ten­um­ran­dung auf dem Alt­markt in Ver­bin­dung mit der beson­de­ren Pfla­ste­rung in dem Bereich, wo 1945 Tau­sen­de Todes­op­fer ver­brannt wur­den, ist einer even­tu­el­len Kul­tur­haupt­stadt Euro­pas – im inter­na­tio­na­len Ver­gleich – unwür­dig.

An die­se histo­risch authen­ti­sche Stel­le gehört ein Erin­ne­rungs­denk­mal, wel­ches durch einen Künst­ler­wett­be­werb aus­er­wählt wer­den soll­te. Die Ent­schei­dung über das Ergeb­nis erfolgt über einen Bür­ger­ent­scheid.

Kultur für die Bürger, nicht die Künstler

Dres­den wird euro­pa­weit für sei­ne kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen gerühmt. Die reich­hal­ti­ge Kul­tur­land­schaft wol­len wir im Inter­es­se der Bür­ger wei­ter­ent­wickeln. Das Allein­stel­lungs­merk­mal und die Stär­ke der Dres­de­ner Kul­tur­ein­rich­tun­gen liegt in der klas­si­schen Kul­tur. Wir wol­len auf die­se Stär­ke auf­bau­en und nicht ver­su­chen, durch eine auf­wen­di­ge För­de­rung von rand­stän­di­gen Min­der­hei­ten­pro­jek­ten eine Art Gegen­ge­wicht zu grün­den, die letzt­lich auf Kosten der Qua­li­tät der klas­si­schen Kün­ste geht.

Wir beken­nen uns daher klar zur Dresd­ner Phil­har­mo­nie, zur Stadt­bi­blio­thek, der Staats­ope­ret­te sowie dem Staats­schau­spiel. Wir möch­ten die Kunst und Kul­tur ent­po­li­ti­sie­ren. Die städ­ti­schen För­der­mit­tel für poli­tisch moti­vier­te Kunst wer­den wir ein­stel­len; wer Agit­prop wünscht, soll sie selbst bezah­len. Die umfang­rei­che För­de­rung für das Fest­spiel­haus Hel­lerau in sei­ner jet­zi­gen Kon­zep­ti­on hal­ten wir für nicht gerecht­fer­tigt. Kul­tur­ein­rich­tun­gen müs­sen vom Bür­ger­inter­es­se getra­gen sein. Das Gebäu­de kann für öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen, aber auch zur Ver­mie­tung an Pri­va­te vor­ge­hal­ten wer­den, das Ensem­ble hat kei­ner­lei Publi­kums­re­le­vanz erreicht und soll­te daher auf­ge­löst wer­den.

DDR-Kunst ausstellen

Nahe­zu 30 Jah­re nach der Fried­li­chen Revo­lu­ti­on ist es an der Zeit, den Blick auf die DDR-Geschich­te neu zu justie­ren. Bei aller fun­da­men­ta­len Kri­tik, die gera­de wir am Kom­mu­nis­mus üben, ist doch zuzu­ge­ste­hen, dass die DDR Kunst und Kul­tur umfas­send för­der­te und eine auch ohne den ideo­lo­gi­schen Kon­text beein­drucken­de Kunst hin­ter­las­sen hat.

Zu Recht wird kri­ti­siert, dass die­se nach 1990 nicht ent­spre­chend gewür­digt und oft nicht ein­mal mehr aus­ge­stellt wurde.In Zusam­men­ar­beit mit dem Frei­staat Sach­sen möch­ten wir die Errich­tung einer Gale­rie der DDR-Kunst mit einem eige­nen Muse­ums­ge­bäu­de, damit die der­zeit in den Depots der staat­li­chen Kunst­samm­lung lagern­den Wer­ke des sozia­li­sti­schen Rea­lis­mus wie auch der Ost­mo­der­ne end­lich dau­er­haft aus­ge­stellt wer­den. Hier­zu wer­den wir uns an den Frei­staat wen­den und wol­len, dass die Stadt dem Frei­staat ein ent­spre­chen­des inner­städ­ti­sches Grund­stück anbie­tet. Hier­für bie­tet sich das Gebäu­de der ehe­ma­li­gen Staats­ope­ret­te Leu­ben an.

Kulturhauptstadt

Wir sehen die Poten­tia­le der Bewer­bung um die Kul­tur­haupt­stadt 2025 und hal­ten an die­ser fest. Wir wol­len uns mit als Debat­ten­haupt­stadt um die Kul­tur­haupt­stadt bemü­hen und damit unser Allein­stel­lungs­merk­mal der kul­tu­rel­len Land­schaft der Bun­des­re­pu­blik und dar­über hin­aus beto­nen.

Kultur in den Alltag

Um die Dresd­ner Hoch­kul­tur auch im All­tag erfahr­bar zu machen, möch­ten wir als Expe­ri­ment in der Stra­ßen­bahn­li­nie 4, der so genann­ten „Kul­tur­li­nie“, klas­si­sche Musik als Hin­ter­grund­mu­sik ein­spie­len, die von der Dresd­ner Phil­har­mo­nie gespielt wird. Wei­ter­hin wol­len wir im Dresd­ner Musik­som­mer das Festi­val der klas­si­schen Musik groß­zü­gig för­dern und wei­ter­ent­wickeln.

Wir unter­stüt­zen das Dixie­land-Festi­val, das wir für neue und jün­ge­re Publi­kums­schich­ten attrak­tiv machen wol­len. Stadt­teil­fe­ste sol­len als wich­ti­ge Iden­ti­täts­trä­ger erhal­ten blei­ben.

Familie und Soziales

Dres­den ist Gebur­ten­haupt­stadt Deutsch­lands: in kei­ner Groß­stadt wer­den mehr Kin­der gebo­ren. Das soll so blei­ben. Wir wol­len die Fami­li­en­stadt blei­ben.

Kinderpass

Alle Ver­gün­sti­gun­gen für Dresd­ner Kin­der sol­len in einem Kin­der­pass zusam­men­ge­fasst wer­den. Das betrifft zunächst freie Bahn in den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln für alle Dresd­ner bis zum Ende der Schul­zeit, zudem Ver­gün­sti­gun­gen und Son­der­an­ge­bo­te in städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen. Pri­va­te Anbie­ter sol­len die Mög­lich­keit haben, eige­ne Ange­bo­te eben­falls über den Kin­der­pass anzu­bie­ten. Mit dem Kin­der­pass gibt es statt vie­ler, sicher ergän­zen­der und des­halb unüber­sicht­li­cher Vor­tei­le eine Vor­teils­kar­te für jedes Dresd­ner Kind.

Ärztliche Versorgung

Die gesund­heit­li­che Ver­sor­gung wird im Zusam­men­spiel meh­re­rer Akteu­re gewähr­lei­stet. Betei­ligt sind Lei­stungs­er­brin­ger – Ärz­te und Pfle­ge­per­so­nal -, die Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne der Ärz­te, die gesetz­li­chen und pri­va­ten Kran­ken­kas­sen sowie die Lei­stungs­emp­fän­ger, also die Ver­si­cher­ten und Bei­trags­zah­ler. Eine Ein­fluss­nah­me auf kom­mu­na­ler Ebe­ne ist nur in begrenz­tem Maß mög­lich.

Die AfD for­dert für die in kom­mu­na­ler Ver­wal­tung befind­li­chen Ein­rich­tun­gen eine lang­fri­sti­ge Sicher­stel­lung der Pati­en­ten-Ver­sor­gung sowie der Ver­sor­gung von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen auf hohem Niveau. Vor­der­grün­dig ist die finan­zi­el­le Sanie­rung der städ­ti­schen Kli­ni­ken nach Prü­fung des Inve­sti­ti­ons­be­darfs und Abbau des Inve­sti­ti­ons­staus in Angriff zu neh­men.

Prä­ven­ti­ve und gesund­heits­er­zie­he­ri­sche Maß­nah­men wer­den brei­ten­wirk­sam unter­stützt. Der Amts­arzt hat auf die strik­te Befol­gung seu­chen­hy­gie­nisch erfor­der­li­cher Maß­nah­men zu ach­ten. Für den Umgang mit mul­ti­re­si­sten­ter Tuber­ku­lo­se ist ein Warn­sy­stem zu instal­lie­ren. Die AfD for­dert eine kon­se­quen­te medi­zi­ni­sche Unter­su­chung aller aus Risi­ko­ge­bie­ten Ankom­men­den auf Tuber­ku­lo­se, STI inkl. HIV, Anzei­chen des Vor­han­den­seins ande­rer schwe­rer über­trag­ba­rer Erkran­kun­gen, wie virus­be­ding­tes hämor­rha­gi­sches Fie­ber, Unter­su­chung auf Para­si­ten­be­fall, z.B. Ska­bies (Krät­ze), bei offe­nen Wun­den auf MRE. Bevor es zu Kon­tak­ten mit der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung kommt, muss der Impf­sta­tus durch den Amts­arzt über­prüft wor­den sein. Vor Kli­nik­auf­nah­me ist eine strik­te Testung auf MRE durch­zu­füh­ren. Ärzt­li­che Pra­xen und Ver­sor­gungs­zen­tren sind von der Behand­lung aller Zuge­wan­der­ten in eigens dafür vor­ge­se­he­nen Zen­tren zu ent­la­sten. Die AfD setzt sich dafür ein, die gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung von Pfle­ge­kräf­ten zu ver­bes­sern; ihre Anzahl und Hono­rie­rung ist den Anfor­de­run­gen anzu­pas­sen. Die Anzahl der kas­sen­ärzt­li­chen Kin­der­arzt- Stel­len wur­de anhand der Bevöl­ke­rungs­zah­len der 1990er Jah­re berech­net und ist nicht aktu­ell. Wir for­dern, die Anzahl der kas­sen­ärzt­li­chen Kin­der­arzt-Stel­len an die gestie­ge­ne Kin­der­zahl anzu­pas­sen.

Kindertagesstätten

Dres­den belegt bun­des­weit eine Spit­zen­po­si­ti­on bei der Höhe der KiTa- Bei­trä­ge. Wir sehen kei­ne Not­wen­dig­keit, Eltern mit höhe­ren KiTa-Bei­trä­gen zu bela­sten als unbe­dingt nötig, und set­zen uns des­halb für eine Sen­kung auf die sach­sen­weit vor­ge­ge­be­ne Unter­gren­ze ein. Um die Betreu­ungs­qua­li­tät wei­ter­hin zu gewähr­lei­sten, soll die Stadt hier stär­ker finan­zi­ell unter­stüt­zen. Gera­de bei klei­nen Kin­dern ist die Betreu­ung im häus­li­chen Bereich ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gisch vor­teil­haft. Wir unter­stüt­zen des­halb die Tages­müt­ter und ‑väter. Wir wol­len, dass sie über ihre Ange­bo­te bes­ser als bis­her wer­ben kön­nen und set­zen uns des­halb für eine jähr­li­che Wer­be­pau­scha­le ein.

Senioren

Dres­den soll lebens­wert für alle Alters­grup­pen sein. Damit Senio­ren auch im Alter eigen­ver­ant­wort­lich und selbst­be­stimmt leben kön­nen, wol­len wir bei Neu­bau­pro­jek­ten Quo­ten für alters- und behin­der­ten­ge­rech­te Woh­nun­gen fest­le­gen. Bei Stra­ßen- und Geh­weg­bau ist auf Bar­rie­re­frei­heit zu ach­ten. Alle Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­len sowie die Bus­hal­te­stel­len der wich­ti­gen Lini­en sol­len bis 2025 roll­stuhl­taug­lich aus­ge­baut sein. In öffent­li­chen Gebäu­den wol­len wir Auf­zü­ge nach­rü­sten, um den ein­fa­chen Zugang für älte­re und geh­be­hin­der­te Mit­bür­ger zu ermög­li­chen. In allen Stadt­tei­len soll es Senio­ren­be­geg­nungs­zen­tren geben, um älte­re Men­schen aus der Ein­sam­keit zu befrei­en. Wir unter­stüt­zen Pro­jek­te, dass Schu­len mit die­sen Senio­ren­be­geg­nungs­zen­tren Paten­schaf­ten schlie­ßen, um den Erfah­rungs­schatz der Älte­ren den Kin­dern zu erschlie­ßen. Wir wol­len neue Stand­or­te für öffent­li­che Toi­let­ten­an­la­gen aus­schrei­ben.

Gesundheit

Dres­den bie­tet eine funk­tio­nie­ren­de ärzt­li­che Ver­sor­gung. Das wol­len wir auch bei stei­gen­der Ein­woh­ner­zahl auf­recht­erhal­ten. Wir wol­len an den Städ­ti­schen Kli­ni­ken Por­tal­pra­xen ansie­deln, um die Res­sour­cen der Kli­ni­ken auch für die ambu­lan­te Ver­sor­gung zu nut­zen. Zur Abwehr der Gefahr mul­ti­re­si­sten­ter Kei­me wol­len wir die Hygie­ne-Stan­dards anpas­sen. Die unkon­trol­lier­te Mas­sen­ein­wan­de­rung hat Dres­den mit neu­en und bis­lang abso­lut unty­pi­schen Krank­hei­ten kon­fron­tiert. Wir wol­len alle Asyl­su­chen­den, die nach Dres­den kom­men und nicht über eine Unter­su­chung auf über­trag­ba­re Krank­hei­ten wie TBC oder Krät­ze nach dem Asyl­ge­setz ver­fü­gen, zu einer sol­chen Unter­su­chung anhal­ten. Asyl­su­chen­de sol­len bis zur Ent­schei­dung über ihren Auf­ent­halts­sta­tus außer­halb des nor­ma­len Pra­xis­be­triebs behan­delt wer­den.

Jugendhilfe

Wir wol­len eine genaue Kon­trol­le der an freie Trä­ger der Jugend­hil­fe aus­ge­zahl­ten städ­ti­schen Mit­tel. Die der­zei­ti­ge För­de­rungs­po­li­tik hat eine lin­ke Schlag­sei­te; wir wol­len eine Jugend­hil­fe ohne Ideo­lo­gie.

Keine Förderung des Linksradikalismus

Im Sozi­al- und Jugend­hil­fe­be­reich hat sich ein ideo­lo­gisch moti­vier­ter För­der- Sumpf her­aus­ge­bil­det, der zu einer Sub­ven­tio­nie­rung poli­ti­scher Pro­jek­te geführt hat, was wir been­den wol­len. Die Stadt ist ver­ant­wort­lich für die Ver­ga­be von Bun­des- und Lan­des­mit­teln im Rah­men des soge­nann­ten „Kampf gegen rechts“ und finan­ziert so eine Viel­zahl links­ra­di­ka­ler und links­ex­tre­mer Grup­pen. Die­se Pra­xis wer­den wir been­den. Städ­ti­sche För­de­rung, gleich aus wel­chem Topf, wird es nur noch bei schrift­li­cher Bestä­ti­gung der Ver­fas­sungs- und Geset­zes­treue der Antrag­stel­ler geben. Die städ­ti­schen Zuschüs­se unter dem Ober­be­griff „Dres­den. Place to be.“ wer­den wir voll­stän­dig strei­chen.

Ehrenamt und Vereine

Unser städ­ti­sches Leben wird durch das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment vie­ler Bür­ger berei­chert. Ob Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr, Trai­ner im Sport­club oder Eltern, die beim Schul­fest mit­hel­fen – die­se Men­schen hal­ten unse­re Stadt zusam­men. Das soll so blei­ben. Das Ehren­amt wol­len wir künf­tig stär­ker unter­stüt­zen.

Zur För­de­rung des Ver­eins­le­bens wol­len wir ein Ver­eins­haus errich­ten, in dem aner­kann­te Ver­ei­ne, aller­dings nicht sol­che, die eine poli­ti­sche Agen­da ver­tre­ten, Ver­an­stal­tungs­räu­me mie­ten kön­nen. Hier­bei pla­nen wir die Nut­zung des bestehen­den Restes und die Wie­der­errich­tung des Kul­tur­hau­ses der Sach­sen­wer­ker in Dres­den-Nie­der­sed­litz.

Sport und Freizeit

Für die Lebens­qua­li­tät einer Stadt sind Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, die sich an alle Alters­grup­pen und Sozi­al­schich­ten wen­den, unver­zicht­bar. Vie­le Dresd­ner brin­gen sich in ihrer Frei­zeit aktiv in unter­schied­li­chen Ver­ei­nen ein, betä­ti­gen sich künst­le­risch, sport­lich oder in Klein­gär­ten. Sie lei­sten damit einen wich­ti­gen Bei­trag zum sozia­len Zusam­men­halt in unse­rer Stadt. Und ohne die­se Ver­ei­ne wäre unse­re Stadt ins­ge­samt ärmer, müss­ten wir auf man­che sport­li­che oder kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tung ver­zich­ten.

Die Klein­gärt­ner wie­der­um tra­gen sehr viel zur Ver­bes­se­rung des Stadt­kli­mas bei und sor­gen durch ihre klein­tei­li­ge Bewirt­schaf­tung der Gär­ten auch für die Erhal­tung bedroh­ter Lebens­räu­me. Mit Sor­ge beob­ach­ten wir hier den anhal­ten­den Druck auf die Ver­ei­ne zur Flä­chen­ab­ga­be. Einer beab­sich­tig­ten Umwid­mung oder gar Auf­lö­sung von Klein­gar­ten­an­la­gen, aber auch Gara­gen­ge­mein­schaf­ten zu Gun­sten ande­rer Bau­vor­ha­ben oder für ande­re Zwecke darf nur statt­ge­ge­ben wer­den, wenn hier­für zwin­gen­de Grün­de vor­lie­gen und ein Wei­ter­be­trieb der Anla­gen aus gesetz­li­chen Grün­den nicht mög­lich ist.

Sport

Für den Sport sind die Sport­ver­ei­ne maß­geb­lich. Wir wol­len die bis­he­ri­ge Pra­xis, dass Sport­ver­ei­ne nach Schul­schluss die Schul­sport­hal­len mit nut­zen kön­nen, auf­recht­erhal­ten. Die Ver­eins­räum­lich­kei­ten der Sport­ver­ei­ne wol­len wir wei­ter­hin durch ein spe­zi­el­les För­der­pro­gramm unter­stüt­zen und Schritt für Schritt auf einen geho­be­nen Stan­dard heben. Die Dresd­ner Pro­fi-Sport­ver­ei­ne sind ein Aus­hän­ge­schild unse­rer Stadt. Ob Dyna­mo Dres­den, die Eis­lö­wen, die Mon­archs oder der DSC – sie sol­len sich auf die Stadt­ver­wal­tung ver­las­sen kön­nen. Wir unter­stüt­zen die Plä­ne für eine grö­ße­re Vol­ley­ball-Are­na.

Zoo und Parkeisenbahn

Wir beken­nen uns klar zur wei­te­ren Ent­wick­lung des Dresd­ner Zoos als Fami­li­en­zoo. Die Dresd­ner Park­ei­sen­bahn, die in Trä­ger­schaft des Frei­staats Sach­sen steht, hal­ten wir für einen wich­ti­gen Iden­ti­fi­ka­ti­ons­punkt, gera­de für die jün­ge­ren Bewoh­ner unse­rer Stadt. Als Zei­chen der Wert­schät­zung der Stadt und für eine wei­te­re Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung wer­den wir auf städ­ti­sche Kosten eine drit­te Dampf­lo­ko­mo­ti­ve bau­en las­sen, die dann, wie ihre bei­den älte­ren Geschwi­ster, die Dresd­ner und ihre Gäste erfreu­en soll.

Frei- und Schwimmbäder

Die Dresd­ner Frei- und Schwimm­bä­der wol­len wir erhal­ten. Hier sehen wir die Her­aus­for­de­rung dar­in, die Sicher­heit der oft jun­gen Bade­gä­ste dau­er­haft zu gewährleisten.Um den Frei­zeit­wert der Stadt zu erhö­hen, wol­len wir ähn­lich wie im Ostra­ge­he­ge im gan­zen Stadt­ge­biet Tisch­ten­nis­plat­ten, Boule-Plät­ze und Half- Pipes auf­stel­len.

Tourismus

Unse­re Stadt ist Ziel vie­ler Tou­ri­sten. Der Tou­ris­mus stellt einen wich­ti­gen Wirt­schafts­zweig dar.

Tourismusabgabe statt Bettensteuer

Die bis­he­ri­ge Stadt­ver­wal­tung hat Tou­ris­mus nicht in erfor­der­li­chem Maß­ege­för­dert. Wir wer­den die Bet­ten­steu­er abschaf­fen und durch eine zweck­ge­bun­de­ne Tou­ris­mus­ab­ga­be erset­zen. Über die Ver­wen­dung der Tou­ris­mus­ab­ga­be wird ein Tou­ris­mus­bei­rat unter Feder­füh­rung des Tou­ris­mus­ver­ban­des ent­schei­den. Die Erträ­ge der Tou­ris­mus­ab­ga­be sol­len in das Stadt­mar­ke­ting flie­ßen.

Kongresse nach Dresden holen

Kon­gres­se sind ein wich­ti­ger Wirt­schafts­fak­tor. Dres­den ist der­zeit vor­wie­gend Ziel von Pri­vat­rei­sen und für Geschäfts­ver­an­stal­tun­gen bis­her Schluss­licht unter ver­gleich­ba­ren Groß­städ­ten. Wir wol­len Dres­den als Kon­gress­stadt mehr in den Vor­der­grund rücken. Durch ein schlüs­si­ges Mar­ke­ting­kon­zept kann das 4‑fache eines Pri­vat­rei­sen­den in die Stadt­kas­se flie­ßen.

B‑Plan für Marina aufstellen

Wir möch­ten im Dresd­ner Stadt­ge­biet eine Mari­na errich­ten, um auch Was­ser­sport­lern den Besuch der Stadt Dres­den schmack­haft zu machen. Hier­für pla­nen wir, einen unge­nutz­ten Teil des Dresd­ner Albert­ha­fens zu ver­wen­den, das Hafen­ge­län­de zu ent­wickeln und einen wei­te­ren Ent­wick­lungs­schub für die Fried­rich­stadt aus­zu­lö­sen.

Dazu wol­len wir einen Bebau­ungs­plan auf­stel­len, so dass Inve­sto­ren die Mög­lich­keit haben, das Pro­jekt umzu­set­zen.

Digitales Leitsystem

Zur Unter­stüt­zung des Tou­ris­mus wol­len wir in der gesam­ten Stadt QR-Codes anbrin­gen, wo Tou­ri­sten in ver­schie­de­nen Spra­chen Infor­ma­tio­nen über bestimm­te Gebäu­de oder die Stra­ße abru­fen kön­nen. Ein sol­ches tou­ri­sti­sches Leit­sy­stem soll die Attrak­ti­vi­tät bei Tou­ri­sten stei­gern und das Neu­städ­ter Barock­vier­tel mit ein­bin­den.

Einheitlichen Veranstaltungskalender erarbeiten

Die bis­he­ri­gen Ver­an­stal­tungs­ka­len­der mit meh­re­ren unter­schied­li­chen Zustän­dig­kei­ten wol­len wir zen­tra­li­sie­ren sowie ein­heit­lich ver­mark­ten und ver­wal­ten.

Wirtschaft

Damit unse­re Stadt sich wei­ter ent­wickeln kann, muss sie wirt­schaft­lich pro­spe­rie­ren. Die AfD ist die Par­tei des loka­len Mit­tel­stan­des. Er hat die Kraft, Dres­den wei­ter nach vorn zu brin­gen.

Gewerbesteuer auf Niveau des Umlandes senken

Dres­den hat, wie alle ost­deut­schen Städ­te, kei­ne Kon­zern­zen­tra­len. Unser Wohl­stand wird durch klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men erwirt­schaf­tet. Ihnen wol­len wir freie Bahn geben. Dazu soll der Gewer­be­steu­er­he­be­satz auf das Niveau der umlie­gen­den Land­krei­se ange­gli­chen wer­den; wir wol­len kei­nen Dum­ping-Wett­be­werb, hal­ten aber den höhe­ren Dresd­ner Satz nicht für gerecht­fer­tigt.

Wirtschaftsentwicklung aus Wissenschaft generieren

Obwohl Dres­den eine euro­pa­weit rele­van­te For­schungs­land­schaft hat, ent­wickeln sich aus die­ser kaum Unter­neh­men. Die in Dres­den ent­wickel­ten Inno­va­tio­nen wer­den viel­fach im Aus­land ver­mark­tet und brin­gen ihren Ertrag dann andern­orts. Hier sind Frei­staat und Stadt gefor­dert, durch eige­ne Pro­gram­me aus­rei­chend Risi­ko­ka­pi­tal nach Sach­sen zu holen, damit die wirt­schaft­li­che Ver­wer­tung des wis­sen­schaft­li­chen Ertrags in Dres­den statt­fin­den kann. Hier sehen wir in der Ost­säch­si­schen Spar­kas­se einen wich­ti­gen Akteur, der sich an Pro­gram­men zur Bereit­stel­lung von Kapi­tal betei­li­gen soll; auf Lan­des­ebe­ne wer­den wir für ein Bürg­schafts­pro­gramm wer­ben, das Ven­ture-Capi­tal-Fonds die Kapi­tal­auf­nah­me am Finanz­markt erleich­tert.

Kleinteilige Ausschreibungen

Wir wol­len die loka­le Wirt­schaft stär­ken, in dem städ­ti­sche Bau­auf­trä­ge klein­tei­lig aus­ge­schrie­ben wer­den, so dass sich auch klei­ne Unter­neh­men aus Stadt und Umland Ange­bo­te abge­ben kön­nen.

Russland als Partner

Wir möch­ten an die tra­di­tio­nel­len Wirt­schafts­be­zie­hun­gen zu den mit­tel- und ost­eu­ro­päi­schen Staa­ten anknüp­fen. Wir set­zen uns des­halb für die Abschaf­fung der Russ­land-Sank­tio­nen ein. Auch wenn die Kom­mu­nal­po­li­tik dabei nur sym­bo­lisch agie­ren kann, wol­len wir durch ent­spre­chen­de Erklä­run­gen, etwa im Rah­men der Städ­te­part­ner­schaft zu St. Peters­burg, ein Zei­chen set­zen.
Zudem wol­len wir gezielt um rus­si­sche Inve­sti­tio­nen wer­ben.

Gewerbeflächen

Um den bestehen­den Unter­neh­men Ent­wick­lungs­po­ten­ti­al zu bie­ten und Neu­grün­dun­gen Raum zu geben, will die AfD bestehen­de Gewer­be­ge­bie­te aus­wei­ten und dadurch dafür sor­gen, dass die Prei­se für Gewer­be­grund­stücke erschwing­lich blei­ben.

Duale Ausbildung

Wir beken­nen uns zur dua­len Aus­bil­dung und zur Berufs­aka­de­mie Sach­sen, die wir in Koope­ra­ti­on mit der Lan­des­po­li­tik zu einer ech­ten Dua­len Hoch­schu­le wei­ter­ent­wickeln wol­len.

Schule und Bildung

Unser höch­stes Gut sind unse­re Kin­der und Jugend­li­chen, unser Zukunfts­po­ten­ti­al ist ihre Bil­dung. Bil­dung bedeu­tet Selbst­ver­wirk­li­chung, Rei­fe, Indi­vi­dua­li­tät, Frei­heit und beugt Abhän­gig­keit vor. Für eine gute Bil­dung benö­ti­gen wir bedürf­nis­ge­recht orga­ni­sier­te Kin­der­gär­ten und Schu­len in öffent­li­cher, frei­er oder pri­vat orga­ni­sier­ter Trä­ger­schaft. Die Stadt hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in Schul­neu­bau­ten, ‑erwei­te­run­gen und ‑sanie­run­gen inve­stiert. Mit der AfD wird die­ser Kurs mit vol­ler Kraft wei­ter ver­folgt. Wir wol­len, dass wie­der eine wer­te­ba­sier­te, bür­ger­lich-huma­ni­sti­sche Bil­dung in die Schu­len ein­zieht. Bei Grund­schul­ab­schluss müs­sen die Kul­tur­tech­ni­ken sicher beherrscht wer­den. Jeg­li­che Art der ideo­lo­gi­schen Indok­tri­nie­rung der Schü­ler leh­nen wir ab.

Digi­ta­le Medi­en kön­nen weder die Per­sön­lich­keit des Leh­rers noch sei­ne didak­ti­schen Fähig­kei­ten erset­zen; ihre Ver­wen­dung ist auf beglei­ten­de, lern­un­ter­stüt­zen­de Maß­nah­men zu begren­zen.

Keine Schulen mit Migrantenmehrheit

Kin­der von Migran­ten ohne hin­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se sol­len bis zum Errei­chen eines ent­spre­chen­den sprach­li­chen und fach­li­chen Lei­stungs­ni­veaus in getrenn­ten Klas­sen unter­rich­tet wer­den. Kin­der ohne Blei­be­per­spek­ti­ve sol­len nicht in Bestands­klas­sen inklu­diert wer­den, son­dern auf die Rück­kehr in ihre Hei­mat vor­be­rei­tet wer­den. Zur Ver­mei­dung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten wol­len wir in Zusam­men­ar­beit mit dem Frei­staat Sach­sen durch­ge­hen­de Ein­gangs­un­ter­su­chun­gen für Schü­ler ein­füh­ren.

Individuelle Förderung statt Inklusion

In den Schu­len ste­hen wir dem Kon­zept der Inklu­si­on skep­tisch gegen­über. Wir glau­ben, dass Kin­dern mit Behin­de­run­gen in spe­zi­el­len För­der­schu­len bes­ser gehol­fen wer­den kann. Die­se indi­vi­du­el­le För­de­rung wol­len wir ihnen nicht aus ideo­lo­gi­schen Grün­den vor­ent­hal­ten. Dafür wol­len wir die Inve­sti­tio­nen in die För­der­schu­len und ent­spre­chen­den För­der­un­ter­richt auf­stocken. Der Beschluss des Stadt­rats zur Ver­rin­ge­rung der För­der­schu­len wird des­halb rück­gän­gig gemacht.

Oberschulen stärken

Die Aus­stat­tungs­nach­tei­le von Ober­schu­len gegen­über Gym­na­si­en wol­len wir über­win­den. Wir tei­len nicht das Ziel, eine mög­lichst hohe Gym­na­si­al­quo­te zu errei­chen; viel­mehr sehen wir in den Ober­schu­len das Instru­ment, die Fach­kräf­te aus­zu­bil­den, die unse­rer Wirt­schaft feh­len. Des­halb sol­len Ober- und Berufs­schu­len per­spek­ti­visch bei inno­va­ti­ven Neu­aus­stat­tun­gen bevor­zugt wer­den.

Volkshochschule

Wir beken­nen uns zur Volks­hoch­schu­le als einem idea­len Instru­ment, den Bür­gern unse­rer Stadt lebens­lan­ges Ler­nen zu ermög­li­chen.

Ordnung und Sicherheit

Das städ­ti­sche Leben setzt vor­aus, dass Recht, Ord­nung und Sicher­heit gewähr­lei­stet und durch­ge­setzt wer­den. Durch die von den ande­ren Par­tei­en orche­strier­te unkon­trol­lier­te Mas­sen­im­mi­gra­ti­on hat sich die Sicher­heits­la­ge in unse­rer Stadt dra­ma­tisch ver­schlech­tert. Der Wie­ner Platz und der süd­li­che Teil der Pra­ger Stra­ße wer­den von vie­len Dresd­ne­rin­nen und Dresd­nern zwi­schen­zeit­lich gemie­den. Es hat sich ein teil­wei­se offe­ner Dro­gen­han­del ent­wickelt.

Konsequent gegen Straftäter

Die Kom­mu­nal­po­li­tik kann hier nicht die Ver­säum­nis­se der Bun­des- und Lan­des­po­li­tik aus­glei­chen, aber im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten alles tun, damit Dres­den ein Leucht­turm auch im Hin­blick auf Sicher­heit und Schutz vor Aus­län­der­kri­mi­na­li­tät bleibt. Nur mit uns gibt es des­halb eine här­te­re Gang­art gegen­über Ein­wan­dern und null Tole­ranz gegen Straf­tä­ter.

Sauberkeit und Sicherheit

Schmutz schreckt Bür­ger ab und zieht zwie­lich­ti­ge Gestal­ten an. Wir wol­len die Auf­wen­dun­gen für Sau­ber­keit erhö­hen, um die Ursa­chen für Ord­nungs­ver­stö­ße und Straf­ta­ten zu bekämp­fen.

Dazu gehört die kon­se­quen­te und schnel­le Ent­fer­nung von Schmie­re­rei­en, Bekämp­fung des Uri­nie­rens in Tief­ga­ra­gen und Unter­füh­run­gen, Aus­leuch­ten von gefähr­li­chen Orten durch stär­ke­re Straßenlampen.Bettelei in der Öffent­lich­keit wol­len wir durch die städ­ti­sche Poli­zei­ord­nung ver­bie­ten. Hun­de­kot muss durch die Hal­ter ent­fernt wer­den.

Kameraüberwachung durch den Gemeindlichen Vollzugsdienst

Der­zeit erlaubt das Säch­si­sche Poli­zei­ge­setz nur der Lan­des­po­li­zei die Video­über­wa­chung des öffent­li­chen Raums. Wir stre­ben hier zusam­men mit dem Lan­des­ver­band eine Ände­rung an, so dass die Stadt selbst ent­schei­den kann, wel­che Stra­ßen und Plät­ze sie über­wacht.

Hier­bei soll die Kame­ra­auf­zeich­nung für 48 Stun­den gespei­chert, sodann auto­ma­tisch gelöscht wer­den, wenn es kei­ne Anzei­ge gege­ben hat. Die Erfah­rung zeigt, dass eine sol­che Über­wa­chung abschreckend auf poten­ti­el­le Straf­tä­ter wirkt.

Sicherheitspartnerschaft zwischen städtischem Vollzugsdienst und Polizei

Wir stre­ben mehr Poli­zei­prä­senz auf der Stra­ße an und wol­len dazu eine Sicher­heits­part­ner­schaft mit der Lan­des­po­li­zei eta­blie­ren. Dabei soll es auch gemein­sa­me Strei­fen von Ange­hö­ri­gen der städ­ti­schen Poli­zei­be­hör­de und Beam­ten der Lan­des­po­li­zei geben. Den städ­ti­schen Voll­zugs­dienst wol­len wir um 100 Per­so­nen auf­stocken. In den Parks und ent­lang der Elbe wer­den wir auf den Ein­satz berit­te­ner Poli­zei­strei­fen drän­gen.

Asyl

Asyl ist ein Anspruch, der auf Zeit besteht. Es ver­mit­telt Aus­län­dern, die in ihren Hei­mat­län­dern ver­folgt wer­den, einen vor­über­ge­hen­den lega­len Auf­ent­halt. Die­sen Men­schen in die­ser Zeit ein men­schen­wür­di­ges Dasein zu gewähr­lei­sten, ist Auf­ga­be der Stadt Dres­den. Dabei ist zu beach­ten, dass die Ver­wen­dung von kom­mu­na­len Haus­halts­mit­teln immer dem Grund­satz der Wirt­schaft­lich­keit und Spar­sam­keit unter­liegt. Dar­aus lei­tet sich eine beson­de­re Sorg­falts­pflicht ab. Aus­län­der, die sich im Asyl­ver­fah­ren befin­den, und auch sol­che, die bereits rechts­kräf­tig abge­lehnt sind, sind grund­sätz­lich in Gemein­schafts­un­ter­künf­ten unter­zu­brin­gen. Soweit die­se der­zeit dezen­tral unter­ge­bracht sind, wer­den sie zurück­ge­führt. Die Sam­mel­un­ter­künf­te und Auf­nah­me­ein­rich­tun­gen für Asyl­be­wer­ber wol­len wir zen­trums­fern und nicht in Wohn­ge­biets­nä­he ansie­deln. Dadurch kann der Über­wa­chungs- und Ver­wal­tungs­auf­wand ver­rin­gert wer­den. Bei ver­ur­teil­ten Aus­län­dern, die im Kon­text Flucht- und Asyl ste­hen, soll rou­ti­ne­mä­ßig ein Auf­ent­halts­ver­bot für die Stadt ver­hängt wer­den. Wir wer­den uns beim Frei­staat dafür ein­set­zen, dass für Dres­den ein Auf­nah­me­stopp ver­hängt wird. Wir wer­den uns wei­ter­hin dafür ein­set­zen, dass sämt­li­che soge­nann­te „min­der­jäh­ri­ge unbe­glei­te­te Flücht­lin­ge“ rou­ti­ne­mä­ßig auf ihr tat­säch­li­ches Alter unter­sucht wer­den. Die Betreu­ung Min­der­jäh­ri­ger ist extrem auf­wän­dig und kosten­in­ten­siv. In einer Rei­he von Fäl­len hat sich gezeigt, dass ein gro­ßer Anteil von ihnen voll­jäh­rig ist und von ihnen eine kri­mi­nel­le Gefahr aus­geht. Um Asyl­miss­brauch zu ver­mei­den, wer­den wir sämt­li­che Lei­stun­gen für Asyl­su­chen­de auf das gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Mini­mum redu­zie­ren und uns nach Kräf­ten bemü­hen, statt Geld Sach­lei­stun­gen zu gewäh­ren. Das betrifft auch Gel­der für Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te.

Die Rei­ni­gung der Unter­künf­te ist durch die Bewoh­ner selbst vor­zu­neh­men. Asyl heißt Schutz auf Zeit, nicht dau­er­haf­te Ein­wan­de­rung. Das Inte­gra­ti­ons­kon­zept der Stadt Dres­den ist abzu­schaf­fen.

Versammlungsrecht

In Dres­den machen die Bür­ger oft von ihrem Ver­samm­lungs­recht Gebrauch. Dar­an wol­len wir fest­hal­ten. Des­halb ist gegen Stö­run­gen erlaub­ter und fried­li­cher Demon­stra­tio­nen kon­se­quent vor­zu­ge­hen. Bei sol­chen Stö­run­gen soll in Zukunft von Amts wegen Straf­an­zei­ge gegen die Stö­rer gestellt wer­den.

Verwaltung und Kommunalwirtschaft

Die Dresd­ner Stadt­ver­wal­tung gibt ein unein­heit­li­ches Bild ab. Wäh­rend eini­ge Abtei­lun­gen schnell, bür­ger­ori­en­tiert und effi­zi­ent arbei­ten, haben ande­re ein Eigen­le­ben ent­wickelt und blockie­ren die Stadt­ent­wick­lung. Wir möch­ten eine Stadt­ver­wal­tung, die sich als Dienst­lei­ster der Bür­ger­schaft ver­steht und durch Trans­pa­renz, Kom­pe­tenz und Effi­zi­enz die Ent­wick­lung Dres­dens vor­an­bringt.

Bürgerbüros

Die Dresd­ner Stadt­ver­wal­tung bie­tet einen deutsch­land­weit beach­tens­wer­ten Dienst am Bür­ger. Die Bür­ger­bü­ros sind schnell und kun­den­ori­en­tiert. Wir wol­len die Digi­ta­li­sie­rung des Bür­ger­ser­vice vor­an­trei­ben. Immer mehr städ­ti­sche Dienst­lei­stun­gen sol­len online in Anspruch genom­men wer­den kön­nen. Dazu ist die der­zeit ver­wir­ren­de Stadt-Home­page zu über­ar­bei­ten. Um auch Berufs­tä­ti­gen den Weg zum Bür­ger­bü­ro zu erleich­tern, wol­len wir im Zen­tra­len Bür­ger­bü­ro einen „Dienst­lei­stungs­don­ners­tag“ ein­füh­ren, an dem bis 20:30 geöff­net ist.

Open Source statt Microsoft

Die städ­ti­sche EDV wol­len wir ver­stärkt von den Pro­duk­ten gro­ßer Soft­ware-Fir­men unab­hän­gig machen und, wo immer das ohne rele­van­te Nut­zungs­ein­schrän­kun­gen mög­lich ist, auf Linux-basier­te Lösun­gen umstel­len.

Externe Prüfung, Kampf den Eigenmächtigkeiten einzelner Amtsleiter

Die Ver­wal­tungs­struk­tur wol­len wir auf Effi­zi­enz und Opti­mie­rungs­po­ten­tia­le extern prü­fen las­sen. Die Eigen­mäch­tig­kei­ten des Umwelt­am­tes wer­den wir been­den. Kei­ne Haupt­ab­tei­lung soll Son­der­rech­te in Anspruch neh­men dür­fen. Die ideo­lo­gi­sche Fixie­rung des Stadt­pla­nungs­am­tes gegen das Leit­bild der klas­si­schen euro­päi­schen Stadt wer­den wir eben­falls been­den.

Beauftragten-Unwesen beenden

Soweit nicht gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, wol­len wir alle „Beauf­trag­ten“ abschaf­fen. Wir wer­den uns auf Lan­des­ebe­ne dafür ein­set­zen, dass etwai­ge gesetz­li­che Vor­ga­ben, auf kom­mu­na­ler Ebe­ne „Beauf­trag­te“ zu beschäf­ti­gen, gestri­chen wer­den. Es soll nur eine kla­re, trans­pa­ren­te Ver­wal­tungs­struk­tur geben, kei­ne geson­der­ten „Beauf­trag­ten“ mit eige­ner Agen­da.

Evaluation des Verwaltungshandelns

Es wird ein Team Ver­wal­tungs­eva­lua­ti­on ein­ge­setzt. Die Bür­ger sol­len online die Arbeit der Behör­den bewer­ten dür­fen. Die Ergeb­nis­se wer­den von dem Team aus­ge­wer­tet und ein­mal jähr­lich ver­öf­fent­licht, ergänzt um Vor­schlä­ge, wie die Arbeit der Ver­wal­tung ver­bes­sert wer­den kann.

Kommunalwirtschaft, Rückkauf der Drewag-Anteile

Die kom­mu­na­len Unter­neh­men lei­sten gute Arbeit. Wir wol­len daher an ihrer Struk­tur kei­ne Ver­än­de­run­gen vor­neh­men, son­dern durch bes­se­re Kon­trol­le und exter­ne Eva­lua­ti­on eine Opti­mie­rung errei­chen. Die Finan­zie­rung poli­ti­sie­ren­der Kam­pa­gnen durch städ­ti­sche Unter­neh­men leh­nen wir ab. Bei der Beset­zung von Füh­rungs­po­si­tio­nen in Kom­mu­nal­un­ter­neh­men wer­den wir das Lei­stungs­prin­zip beto­nen; es darf kei­nen poli­ti­schen Filz geben.

Wir möch­ten die Opti­on zum voll­stän­di­gen Rück­kauf der Dre­wag-Antei­le aus­üben. Ange­sichts des aktu­el­len Zins­ni­veaus und der Erträ­ge der Dre­wag wäre das ein für die Kom­mu­ne hoch erträg­li­ches Geschäft.

Schulden nur bei Investitionen mit absehbarem Rückfluss

Dres­den nimmt kei­ne neu­en Schul­den oder Bürg­schaf­ten auf, es sei denn, sie wer­den durch einen Bür­ger­ent­scheid geneh­migt. Neue zusätz­li­che Aus­ga­ben müs­sen immer gegen­fi­nan­ziert sein.

Ortschaftsverfassung

Die Ort­schafts­ver­fas­sung hal­ten wir für unnö­tig und büro­kra­tisch, befür­wor­ten aber grö­ße­re Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se für die Orts­bei­rä­te.

Bürgerhaushalt

Die AfD setzt sich für die Ein­füh­rung eines Bür­ger­haus­hal­tes ein. Hier­bei sol­len die Bür­ger per Bür­ger­ent­scheid selbst ent­schei­den, wofür ein Teil der städ­ti­schen Haus­halts­mit­tel aus­ge­ge­ben wer­den.

Tag des bürgerlichen Engagements

Dres­den war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Keim­zel­le des patrio­ti­schen Auf­bruchs für ganz Deutsch­land. Das Enga­ge­ment der Dresd­ner Bür­ger, kana­li­siert in den Bür­ger­be­we­gun­gen, hat die Feh­ler der Poli­tik offen ange­spro­chen und dafür gesorgt, dass sich die Alt­par­tei­en The­men stel­len müs­sen, die sie in der Ver­gan­gen­heit ohne grö­ße­ren Auf­wand umge­hen, ver­schwei­gen oder tabui­sie­ren konn­ten. In Aner­ken­nung an die­se Ver­dien­ste, möch­ten wir den Mon­tag zum „Tag des bür­ger­li­chen Enga­ge­ments“ machen.

An die­sem Tag soll die Nut­zung der öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel zwi­schen 17 und 22 Uhr kosten­los sein und der Stra­ßen­ver­kauf der in der Alt­stadt ansäs­si­gen Gewer­be ohne zusätz­li­che Geneh­mi­gung erlaubt wer­den. Zur Stär­kung der Dis­kus­si­ons- und Debat­ten­kul­tur soll vor dem Hygie­ne-Muse­um ein Platz der frei­en Rede (vgl. Speakers-Cor­ner im Hyde-Park) geschaf­fen wer­den.

Tier- und Naturschutz

Die Ein­hal­tung der Tier­schutz­ge­set­ze liegt uns am Her­zen: Hal­tung und Zucht von Tie­ren müs­sen den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten ent­spre­chen. Die inner­städ­ti­schen Gär­ten, Parks und Grün­flä­chen soll­ten dem Erhalt von Insek­ten, vor allem Bie­nen, Klein­tie­ren sowie als Rück­zugs­ge­biet von in der Stadt leben­den Wild­tie­ren die­nen und dür­fen nicht durch Beton­bau­ten ersetzt wer­den.

Zur Bewah­rung von Flo­ra und Fau­na sol­len alle städ­ti­schen Grün­flä­chen, Bio­to­pe und Wald­parks erhal­ten bzw. aus­ge­baut wer­den. Die Akzep­tanz und das Ver­hält­nis von Kin­dern und Jugend­li­chen zur Tier- und Pflan­zen­welt sind zu stär­ken, Part­ner­schaf­ten von Schu­len und Ein­zel­per­so­nen mit Tier­hei­men zu för­dern und aus­zu­bau­en.

Tier­hei­men, Kat­zen­häu­sern und Wild­vo­gel­sta­tio­nen soll­ten mehr finan­zi­el­le Mit­tel zur Ver­fü­gung gestellt wer­den.

Resümee

30 Jah­re nach der Fried­li­chen Revo­lu­ti­on steht Dres­den wie­der vor einem poli­ti­schen Wan­del. Wir wol­len neue Akzen­te set­zen, weil wir nur so die neu­en Her­aus­for­de­run­gen bestehen wer­den. Dres­den soll beson­ders sein – ein Vor­bild für ganz Deutsch­land.

Wir haben den Mut, eige­ne Wege zu gehen und eine Kom­mu­nal­po­li­tik zu betrei­ben, die sich den tat­säch­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Bedürf­nis­sen stellt und dabei nicht scheut, Besitz­stän­de von Inter­es­sen­grup­pen infra­ge zu stel­len.

Unser Maß­stab ist das Gemein­wohl, unse­re Ver­pflich­tung die gro­ße Tra­di­ti­on unse­rer Stadt, die wir in die Zukunft fort­schrei­ben wol­len.

Hier gibt es die PDF- und Hör­buch­fas­sung.