Neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz: Bürger werden nicht gefragt
Der Stadtrat hat die Durchführung eines Bürgerentscheids zum Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz abgelehnt. Mit den Stimmen von Grünen, CDU, SPD und FDP wurde somit der geplante Neubau des 137 Millionen Euro teuren Verwaltungszentrum zementiert.
“Mit einem Bürgerentscheid hätten die Dresdner Bürger über den Neubau am Ferdinandplatz entscheiden können. Bei solch einem teuren und das Stadtbild verändernden Projekt, wäre eine direktdemokratische Beteiligung sehr wünschenswert gewesen”, betont AfD-Stadträtin Dr. Silke Schöps.
“Dass sich Grüne, CDU, SPD und FDP nicht dazu durchringen konnten, dem Souverän die Entscheidung zu übertragen, verdeutlich aus Sicht der AfD-Fraktion deren Furcht vor einem Scheitern des Prestigeprojektes. Für die Akzeptanz des Neuen Verwaltungszentrums ist das kein gutes Vorzeichen. Extrem steigenden Baukosten machen es unwahrscheinlich, dass sich das Gebäude irgendwann für die Stadt und damit die Steuerzahler rechnen wird. Es könnte uns und der nächsten Generation ein finanzielles Desaster erwarten. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten heißt es auch für die Stadt, erst mal wieder kleinere Brötchen zu backen. Eine Anmietung von Büroflächen im World Trade Center wäre auf jeden Fall die bessere Lösung gewesen.”


