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Schlimmer als 2015? Stadt plant neun Asyl-Container-Dörfer 

Die Lan­deshaupt­stadt Dres­den informierte heute per Pressekon­ferenz, dass bis zum Herb­st 2023 ins­ge­samt neun Con­tain­er-Stan­dorte zur Unter­bringung von Asyl­be­wer­bern geschaf­fen wer­den sollen. Die mobilen Raumein­heit­en sollen Platz für bis zu 824 Asyl­be­wer­ber, vor allem „allein­reisende Per­so­n­en“ aus den Herkun­ft­slän­dern Syrien, Türkei, Venezuela, Afghanistan und dem Irak, bieten. 
Geplant sind die Stan­dorte in der Geystraße in Strehlen (152 Plätze), der Wind­müh­len­straße in Nieder­s­edlitz (144 Plätze), am R.-Bergander-Ring in Strehlen (144 Plätze), am Sach­sen­platz in der Alt­stadt (144 Plätze), an der Pir­naer Land­straße in Leuben (48 Plätze), in der Löwen­hain­er Straße in Sei­d­nitz (48 Plätze), dem Alt­gor­b­itzer Ring in Gor­b­itz (48 Plätze), der Indus­tries­traße in Tra­chau (48 Plätze) sowie der Forststraße in Weißig (48 Plätze). 

Für Miete, Auf­bau und Betrei­bung rech­net die Lan­deshaupt­stadt Dres­den bei ein­er geplanten Nutzungs­dauer von zwei Jahren mit Kosten in Höhe von über 47 Mil­lio­nen Euro. Das entspricht monatlichen Kosten pro Flüchtling von über 2.400 Euro. Nach Angaben der Sozial­bürg­er­meis­terin Dr. Kauf­mann liegen die Aufwen­dun­gen für die Unter­bringung bere­its bei 80 Mil­lio­nen Euro. Weit­ere Stan­dorte zur Unter­bringung wer­den von der Ver­wal­tung bere­its geprüft. 

Zu dem The­ma find­et am 31.03.2023 ein Bürg­er­dia­log in der Dreikönigskirche statt. Zudem wird die The­matik von den betrof­fe­nen Stadt­bezirks­beiräten behan­delt, bevor im Mai der Stad­trat dem Vorhaben zus­tim­men soll. Die AfD-Frak­tion erteilt den Plä­nen bere­its jet­zt eine Absage. 
„Die Stadtver­wal­tung hat auf der Pressekon­ferenz deut­lich ver­mit­telt, dass dies erst der Anfang an Maß­nah­men ist. Weit­ere Unter­bringungska­paz­itäten wer­den benötigt, da mit Zustän­den wie 2015 gerech­net wird. Eine Wieder­hol­ung der Ereignisse lehnen wir kat­e­gorisch ab. Dres­den wird finanziell, gesellschafts- und sicher­heit­spoli­tisch über­lastet“, erk­lärt AfD-Stadträtin Dr. Silke Schöps.