Standortwahl für Asyl-Container: Verfügbarkeit statt sozialräumlicher Verteilung
Wie eine mündliche Anfrage der AfD-Fraktion zu den aktuell geplanten Container-Dörfern in der heutigen Stadtratssitzung am 23. März 2023 ergeben hat, wurden seit Herbst 2022 insgesamt 29 Grundstücke durch die Stadt auf Tauglichkeit für Asyl-Standorte geprüft. Neun Grundstücke werden seitens der Stadtverwaltung in einer aktuellen Vorlage für solche Standorte vorgeschlagen.
Ausschlaggebend, ein Grundstück nicht weiter als möglichen Standort zu verfolgen, waren laut Antwort der Stadtverwaltung etwa umweltrechtliche Aspekte, Lärmschutz-Aspekte, Medienanschlüsse oder die Wirtschaftlichkeit.
Bemerkenswert ist, dass die Sicherheit der Anwohner und die bereits jetzt vorhandene offenkundige Beeinträchtigungen des sozialen Friedens im Wohngebiet offenbar keine wesentliche Rollen bei der Entscheidungsfindung spielen. Es trifft wieder einmal vor allem Prohlis und Gorbitz und damit vergleichsweise arme und problemreiche Stadtteile in Dresden, jedoch nicht die Vorgärten der Grünen-Wählerschaft.
Aber auch mit der geplanten Errichtung von Wohncontainern für Asylbewerber auf dem Grundstück des früheren (alten) Olga-Körner-Pflegeheims an der Geystraße wird der soziale Brennpunkt in Zschertnitz nicht entschärft, sondern möglicherweise perspektivisch noch verschlimmert. Der Standort befindet sich inmitten einer nahegelegenen Einfamilienhaussiedlung. Also dort, wo die Welt bislang noch einigermaßen in Ordnung war.
Einmal mehr kann man festhalten, dass die Belastungsgrenze für die Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Dresden längst überschritten ist. Der Oberbürgermeister muss endlich einen Aufnahmestopp für die Kommunen und Lösungen für eine geordnete Rückführung in die Heimatländer oder aufnahmebereite Drittstaaten einfordern.
Stattdessen hat aber der Oberbürgermeister Hilbert in der heutige Stadtratssitzung gerade das Gegenteil verkündet: Er will auch weiterhin alle aufnehmen, weil das für ihn moralisch unumgänglich sei. Angeblich sei das auch der Mehrheitswille der Dresdner Bürger. Wir sehen das anders.


