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Dresd­ner Haus­halt 2021/​22 – Finanz­bür­ger­mei­ster legt Streich­li­ste des Grau­ens vor

Dresd­ner Haus­halt 2021/​22 – eine unend­li­che Geschich­te Ver­bän­de bestä­ti­gen Posi­ti­on der AfD-Frak­ti­on. Finanz­bür­ger­mei­ster legt Streich­li­ste des Grau­ens vor

Der Bund der Steu­er­zah­ler sowie die Ver­ei­ni­gung der säch­si­schen Wirt­schaft e.V. (VSW) kri­ti­sie­ren in einer gemein­sa­men Pres­se­mit­tei­lung die fal­sche Prio­ri­tä­ten­set­zung der Lan­des­haupt­stadt Dres­den bei Inve­sti­tio­nen, Gebüh­ren und kom­mu­na­len Steu­ern, die durch die sich selbst so bezeich­nen­den haus­halts­tra­gen­den Frak­tio­nen Grü­ne, Lin­ke, SPD, FDP und CDU mit dem neu­en Dop­pel­haus­halt beschlos­sen wor­den sind.

Zugleich hat der Finanz­bür­ger­mei­ster eine Liste von Vor­schlä­gen erar­bei­tet, wo die von den haus­halts­tra­gen­den Frak­tio­nen beschlos­se­nen unge­deck­ten Haus­halts­mit­tel in Höhe von ins­ge­samt 77 Mio. Euro auf­ge­trie­ben wer­den sollen.

Dazu sagt Dr. Sil­ke Schöps, finanz­po­li­ti­sche Spre­che­rin der AfD-Fraktion:

„Anstatt den Gür­tel enger zu schnal­len, hat die Koali­ti­on aus Grü­nen, Lin­ken, SPD, FDP und CDU eine Aus­ga­be­or­gie für 2021/​2022 beschlos­sen, ohne dass die not­wen­di­ge Gegen­fi­nan­zie­rung sicher­ge­stellt hat. Die Eini­gung auf kon­kre­te Ein­spa­run­gen in Höhe von 77 Mio. Euro lie­gen in wei­ter Fer­ne, wie die Reak­ti­on auf die jetzt vor­ge­leg­te Liste zeigt. Die AfD-Frak­ti­on hat bereits in den Haus­halts­ver­hand­lun­gen Ende Dezem­ber 2020 klar dar­auf hin­ge­wie­sen, dass pau­schal beschlos­se­ne Ein­spa­run­gen die Haus­halts­de­bat­te nur auf einen spä­te­ren Zeit­punkt ver­la­gern. Die jetzt vor­ge­leg­ten Kür­zungs­ideen wer­den die Haus­halts­de­bat­te neu ent­fa­chen. Das ist das Gegen­teil von Pla­nungs­si­cher­heit. Ange­sichts der aktu­el­len wirt­schaft­li­chen Kri­se und den engen finan­zi­el­len Spiel­räu­men für Dres­den ist dies fatal für die Bür­ger und Unter­neh­men in der Stadt.“

Bernd Lom­mel, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der AfD-Frak­ti­on, ergänzt:

Die AfD-Frak­ti­on hat in ihrem Haus­halts­ent­wurf im Dezem­ber 2020 eine wirk­sa­me Ent­la­stung von Fami­li­en und eine weit­rei­chen­de Unter­stüt­zung der Wirt­schaft gefor­dert und eine stär­ke­re Bela­stung der Dresd­ner Bür­ger durch höhe­re Steuern,
Gebüh­ren und Abga­ben klar abge­lehnt. In allen die­sen Punk­ten bestä­tigt uns die exter­ne Exper­ti­se des Bund der Steu­er­zah­ler sowie der VSW. Impul­se für die Wirt­schaft, wie eine Absen­kung der Gewer­be­steu­er-Hebe­sät­ze, hat­ten wir in unse­rem Haus­halts­ent­wurf eben­falls berück­sich­tigt. Anstel­le einer kla­ren Prio­ri­tä­ten­set­zung für Fami­li­en und Mit­tel­stand hat die Koali­ti­on aus Grü­nen, Lin­ken, SPD, FDP und CDU einen bun­ten Strauß an Aus­ga­be­wün­schen for­mu­liert und strei­tet jetzt über die not­wen­di­gen Kür­zun­gen. Ein­spa­run­gen beim städ­ti­schen Kli­ni­kum, bei Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen oder ande­ren Spar­vor­schlä­gen des Finanz­bür­ger­mei­sters, die gegen die Schwer­punkt­set­zung Fami­li­en und Wirt­schaft gerich­tet sind, wird es mit der AfD-Frak­ti­on nicht geben.“

Tho­mas Lad­zinski, bau­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on, erklärt:

„Das neue Ver­wal­tungs­zen­trum am Fer­di­nand­platz ist eine gro­ße Bür­de für die städ­ti­schen Finan­zen, von der kläg­li­chen Archi­tek­tur gar nicht zu spre­chen. Die Kre­dit­fi­nan­zie­rung über eine städ­ti­sche Toch­ter­ge­sell­schaft kommt dem Öff­nen der Büch­se der Pan­do­ra gleich, wie die eben­falls über Schul­den­auf­nah­me beschlos­se­ne Sanie­rung des Heinz-Stey­er-Sta­di­ons oder die aktu­el­le Dis­kus­si­on über wei­te­re kre­dit­fi­nan­zier­te Inve­sti­tio­nen zei­gen. Wich­tig ist gera­de wegen der vor uns lie­gen­den schwe­ren finan­zi­el­len und wirt­schaft­li­chen Pha­se eine kla­re Prio­ri­tä­ten­set­zung. Der Neu­bau eines teu­ren und häss­li­chen Ver­wal­tungs­zen­trums ist da das fal­sche Signal. Wie unsin­nig die­ses Vor­ha­ben ist, zeigt der Vor­schlag des Finanz­bür­ger­mei­sters, radi­kal bei Inve­sti­tio­nen in Infra­struk­tur zu spa­ren. Schon jetzt ist völ­lig unklar, wie wich­ti­ge Ver­kehrs­pro­jek­te wie das Blaue Wun­der finan­ziert wer­den sol­len. Wei­te­re Ein­spa­run­gen bei Inve­sti­tio­nen sind daher völ­lig kontraproduktiv.“