Anfragen,  Umwelt

[Anfra­ge:] Baum­krank­hei­ten in Dres­den

Stra­ßen­bäu­me und Bäu­me in Parks, Grün­an­la­gen und Gär­ten gehö­ren zum unver­wech­sel­ba­ren Dresd­ner Stadt­bild und sor­gen für Lebens­qua­li­tät. Lei­der geht es ihnen in den letz­ten Jah­ren immer schlech­ter, wofür auch Baum­krank­hei­ten ver­ant­wort­lich sind. Grund genug, die aktu­el­le Situa­ti­on abzu­fra­gen. Hier ein Aus­zug aus der Ant­wort des Ober­bür­ger­mei­sters (AF0072/​19):

Vor Beantwortung Ihrer Fra­gen gestat­ten Sie mir fol­gen­de all­ge­mei­nen Hin­wei­se zu Ihrer Anf­rage. 

  • Die Lan­des­haupt­stadt Dres­den kann nur Aus­sa­gen in Ihrem Wir­kungs­kreis (in der Regel Eigen­tum) täti­gen. 
  • Die Aus­sa­gen bezie­hen sich bei dem Begriff Baum­krank­heit auf bak­teriel­le oder vira­le Infek­tio­nen der Bäu­me, nicht jedoch auf Schäd­lings­be­fall und Pilz­be­sied­lung. 
1. „Wel­che für den Baum­be­stand der Lan­des­haupt­stadt Dres­den schäd­li­chen Baum­krank­hei­ten sind auf dem Gebiet der Lan­des­haupt­stadt Dres­den bekannt?« 

Eine Auf­zählung aller Baum­krank­hei­ten ist an die­ser Stel­le nicht mög­lich. Krank­hei­ten mit erheb­li­cher Aus­wir­kung sind Ulmen­ster­ben, Eschen­triebst­er­ben, Phy­to­ph­to­ra, Pseu­do­mo­nas etc. 

2. „Wel­che der auf dem Gebiet der Lan­des­haupt­stadt Dres­den bekann­ten Baum­krank­hei­ten sind für den Men­schen gesund­heit­lich bedenk­lich?« 

Die bio­lo­gi­sche Bar­rie­re für eine Krank­heits­über­tra­gung zwi­schen Pflan­ze und Tier bzw. Men­schen sind sehr hoch. Eine Ansteckung ist nicht zu befürch­ten. Schutz­maß­nah­men sind ggf. bei Befall mit bestimm­ten Pil­zen wie der Ruß­rin­den­krank­heit sowie beim Befall mit Eichen­pro­zes­si­ons­spin­nern erfor­der­lich. 

3. „Wel­che Schutz­maß­nah­men wur­den bzgl. der für den Men­schen gesund­heit­lich bedenk­li­chen Krank­hei­ten getrof­fen?« 

Durch regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le des Bestan­des soll eine Gefähr­dung durch Baum­sturz oder Tot­holz redu­ziert wer­den. 

4. „Wie vie­le Bäu­me wur­den in den Jah­ren 2017 und 2018 sowie 2019 auf­grund von Baum­krank­hei­ten gefällt?« 

Der über­wie­gen­de Teil der Baum­fäl­lung erfolgt bei abge­stor­be­nen oder abster­ben­den Bäu­men. Ursa­che sind in der Regel mul­ti­ple Vor­schä­den, so dass mit Aus­nah­me von Ver­kehrs­schä­den meist nicht nur eine Ursa­che aus­schlag­ge­bend ist.