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Geden­ken zum Volks­trau­er­tag auf dem Nordfriedhof

Im Ehren­hain für die im Ersten Welt­krieg Gefal­le­nen der Dresd­ner Gar­ni­son leg­ten heu­te am Volks­trau­er­tag Ver­tre­ter unse­rer Frak­ti­on gemein­sam mit Abge­ord­ne­ten des Säch­si­schen Land­tags Blu­men­ge­bin­de zu Ehren der Gefal­len bei­der Welt­krie­ge und aller Opfer von Gewalt und Ter­ror nieder.

Der Nord­fried­hof ist der ehe­ma­li­ge Fried­hof der Dresd­ner Gar­ni­son. Er wur­de um 1900 ange­legt und spä­ter mehr­fach erwei­tert. Vie­le bedeu­ten­de Per­sön­lich­kei­ten aus der säch­si­schen Mili­tär­ge­schich­te lie­gen dort begra­ben. Hier fin­den sich die Grä­ber der säch­si­schen Kriegs­mi­ni­ster Paul Edler von der Pla­nitz (1837–1902) und Adolph von Car­lo­witz (1858–1928) sowie deut­scher Sol­da­ten und Vete­ra­nen aus bei­den Welt­krie­gen. Vie­le die­ser Grä­ber sind mitt­ler­wei­le nicht mehr auffindbar.

Eben­so sind auf dem Fried­hof und sei­nen spä­te­ren zwei Erwei­te­run­gen pol­ni­sche, rus­si­sche und tsche­chi­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne, Zwangs­ar­bei­ter, Wehr­dienst­ver­wei­ge­rer sowie 450 Opfer des Bom­ben­ter­rors von 1945 vor allem aus Mili­tär, Poli­zei und Feu­er­wehr bestat­tet. Der Fried­hof steht seit 1987 unter Denk­mal­schutz und wird mit denk­mal­schüt­ze­ri­schen Auf­la­gen bis heu­te für zivi­le Bestat­tun­gen genutzt.

Die Grab­mä­ler wie die Fried­hofs­an­la­gen sind zwar gut gepflegt, aber in einem sehr schlech­ten bau­li­chen Zustand. Die Ver­ant­wor­tung für den Fried­hof ging bereits 1961 an die Lan­des­haupt­stadt Dres­den über, die lei­der die drin­gend not­wen­di­gen Gel­der für den Erhalt der histo­risch wert­vol­len Anla­ge nicht zur Ver­fü­gung stell­te. Ledig­lich die eben­falls denk­mal­ge­schütz­te Fried­hofs­ka­pel­le wur­de 2012 vor dem Ein­sturz bewahrt.