Finanzen

Der Tag des Grauens – Steuerschätzung Mai 2020

Dass es schlimm wer­den wür­de, ist uns allen schon seit Wochen klar. Die heu­te ver­öf­fent­lich­te Steu­er­schät­zung des Bun­des­fi­nanz­mi­ni­ste­ri­ums macht das Haus­halts­de­sa­ster für den Bund und die Deut­schen Län­der und Gemein­den erst­mals kon­kret fass­bar:

2020 sol­len die Steu­er­ein­nah­men des Bun­des um 13,5 Pro­zent auf 284,5 Mil­li­ar­den, der Län­der um 8,4 Pro­zent auf 297,2 Mil­li­ar­den und der Gemein­den um 11,1 Pro­zent auf 102,1 Mil­li­ar­den Euro gegen­über 2019 zurück­ge­hen. Die Zah­len für Sach­sen und Dres­den wer­den in den näch­sten Tagen vor­lie­gen.

Man darf nicht ver­ges­sen, dass auch die Steu­er­schät­zung nur eine Moment­auf­nah­me der Kri­se ist. Es könn­te noch schlim­mer kom­men, viel schlim­mer.

Ein pikan­tes Detail­in­for­ma­tio­nen fehlt noch. Von der EU- Kom­mis­si­on ist für Deutsch­land ein Rück­gang des BIP um 6,5 Pro­zent pro­gno­sti­ziert wur­den, es ist die Rede von der schlimm­sten Wirt­schafts­kri­se in Euro­pa seit 1929. Und jetzt die Poin­te: Nach der heu­ti­gen Steu­er­schät­zung wer­den die Steu­er­ein­nah­men der EU 2020 – mit­ten in der durch die Coro­na-Kri­se dra­ma­tisch for­cier­ten Rezes­si­on – um 9,7 Pro­zent auf 33,9 Mil­li­ar­den Euro stei­gen. Da rei­ben wir uns doch die Augen!