Anträge

Acht-Punk­te-Pro­gramm zur Bewäl­ti­gung der Cor­na-Kri­se

Die der­zeit extrem dyna­mi­sche Lage hin­sicht­lich der gras­sie­ren­den Coro­na-Pan­de­mie erfor­dert weit­rei­chen­de poli­ti­sche Maß­nah­men auch in der Lan­des­haupt­stadt Dres­den. Mit einem Acht-Punk­te-Plan for­dert die AfD-Stadt­rats­frak­ti­on kurz- und mit­tel­fri­sti­ge Maß­nah­men, die zur Bewäl­ti­gung der Coro­na-Kri­se bei­tra­gen sol­len.

  1. För­der­pro­gramm für hei­mi­sche Unter­neh­men mit Mit­ar­bei­tern – die Lan­des­haupt­stadt Dres­den muss neben Sofort­hil­fen zur finan­zi­el­len Unter­stüt­zung von Kleinst­un­ter­neh­men, Selbst­stän­di­gen und Frei­be­ruf­lern auch klei­nen Unter­neh­men, wie Hand­werks­be­trie­ben oder Dienst­lei­stungs­un­ter­neh­men, wel­che bis­her erfolg­reich am Markt tätig waren, auf­grund der außer­ge­wöhn­li­chen Umstän­de mit unbü­ro­kra­ti­schen Hil­fen unter die Arme grei­fen.
  2. Ein­rich­tung eines Not­hil­fe­fonds – die Lan­des­haupt­stadt Dres­den muss beim Frei­staat Sach­sen dar­auf hin­wir­ken, dass ein Not­hil­fe­fond ein­ge­rich­tet wird, der Sofort­hil­fen unbü­ro­kra­tisch aus­reicht. Die pre­kä­re Situa­ti­on vie­ler Pri­vat­haus­hal­te und Unter­neh­men lässt Kre­dit­ver­ga­ben mit Rück­zah­lungs­ver­pflich­tun­gen, wie der­zeit ange­dacht, infol­ge teils gra­vie­ren­der Ein­kom­mens­aus­fäl­le nicht zu.
  3. Initi­ie­rung und För­de­rung von Unter­stüt­zungs­netz­wer­ken und Nach­bar­schafts­hil­fen – mit allen zur Ver­fü­gung ste­hen­den per­so­nel­len Res­sour­cen müs­sen sei­tens der Lan­des­haupt­stadt Dres­den Nach­bar­schafts­hil­fen oder son­sti­gen Hilfs­an­ge­bo­ten unter­stützt wer­den. Ins­be­son­de­re bei der Akti­vie­rung von ehren­amt­lich Enga­gier­ten und der Koor­di­nie­rung bestehen­der Hil­fen kann durch städ­ti­sche Unter­neh­men und Eigen­be­trie­be gehol­fen wer­den.
  4. Weit­rei­chen­de Unter­stüt­zung für Ver­ei­ne – auf­grund der gel­ten­den Aus­gangs­be­schrän­kun­gen ist das rege Ver­eins­le­ben in Dres­den zum Still­stand gekom­men. Pach­ten und Nut­zungs­bei­trä­ge von Ver­ei­nen für Ein­rich­tun­gen in kom­mu­na­ler Hand, wie Sport­hal­len oder
    ähn­li­chem, sind aus­zu­setz­ten, um die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Ver­ei­ne und deren Mit­glie­der zu ent­la­sten.
  5. Poten­tia­le in Dres­den für die Gesund­heits­wirt­schaft nut­zen – die Lan­des­haupt­stadt Dres­den soll dar­auf hin­wir­ken, dass alle Ein­rich­tun­gen der Gesund­heits­wirt­schaft in Dres­den adäquat mit Schutz­ma­te­ria­li­en und Hygie­ne­mit­teln aus­ge­stat­tet wer­den. Alle ver­füg­ba­ren Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten (pri­va­te Unter­neh­men, Ein­rich­tun­gen der beruf­li­chen Reha­bi­li­ta­ti­on, etc.) sol­len für die Pro­duk­ti­on von Gesund­heits­ma­te­ria­li­en akti­viert wer­den.
  6. Neu­be­wer­tung aller aus­zu­rei­chen­der För­der­mit­tel – die sich durch die Coro­na-Kri­se ver­schär­fen­de Lage des städ­ti­schen Haus­hal­tes zwingt zu einer Neu­be­wer­tung der städ­ti­schen För­der­pra­xis. Alle Aus­ga­ben müs­sen auf den Prüf­stand. För­de­run­gen von nicht essen­ti­el­len frei­wil­li­gen Auf­ga­ben der Lan­des­haupt­stadt müs­sen zurück­ste­hen. Aus­ge­reich­te För­der­mit­tel müs­sen auf ihre ord­nungs­ge­mä­ße Ver­wen­dung geprüft und im Zwei­fel zurück­ge­for­dert wer­den.
  7. Zuwei­sungs­stopp für Per­so­nen im Kon­text Flucht und Asyl – die Lan­des­haupt­stadt Dres­den muss dar­auf hin­wir­ken, dass aktu­ell kei­ne wei­te­ren Per­so­nen durch den Frei­staat Sach­sen in die Kom­mu­nen zuge­wie­sen wer­den. Die der­zei­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen zur Bekämp­fung des Coro­na-Virus ins­be­son­de­re in den säch­si­schen Bal­lungs­zen­tren machen eine Prio­ri­sie­rung auf die Siche­rung der ver­sor­gungs­wich­ti­gen Auf­ga­ben für die Bür­ger not­wen­dig.
  8. Kei­ne Bezahl­schran­ken für Nach­rich­ten der Dresd­ner Lokal­pres­se hin­sicht­lich des Coro­na-Virus – um das bestehen­de Infor­ma­ti­ons­be­dürf­nis der Dresd­ner Bür­ger in der Coro­na-Kri­se zu befrie­di­gen, soll sich der Ober­bür­ger­mei­ster bei den hie­si­gen Lokal- und Tages­zei­tun­gen dafür ein­setz­ten, dass Online-Ange­bo­te zum The­ma Coro­na-Pan­de­mie ohne Bezahl­schran­ken für alle Bür­gern offen ste­hen.