Stadtrat,  Themen

Saisonauftakt mit Carmina Burana

Am ver­gan­genen Woch­enende habe ich die Spielzeit­eröff­nung der Dres­d­ner Phil­har­monie im Kul­tur­palast besucht. Eröffnet wurde der Abend mit Ottori­no Respighis „Pini di Roma” („Die Pinien von Rom”) – einem far­ben­re­ichen, stark bild­haften Werk, das mit sein­er impres­sion­is­tis­chen Klang­malerei und den ein­drucksvollen dynamis­chen Kon­trasten die Zuhör­er sofort in seinen Bann zog. Vom zarten, mor­gendlichen Beginn bis zum mon­u­men­tal­en Finale mit dem Ein­marsch der römis­chen Legio­nen ent­fal­tete das Orch­ester eine beein­druck­ende klan­gliche Band­bre­ite und zeigte schon in diesem ersten Teil seine ganze Stärke.

Nach der Pause fol­gte dann der eigentliche Höhep­unkt des Abends: Carl Orffs mitreißende Kan­tate „Carmi­na Burana” – ein Werk, das mit sein­er Wucht und emo­tionalen Band­bre­ite kaum einen besseren Auf­takt für eine neue Konz­ert­sai­son bieten kön­nte. Bere­its in den ersten Tak­ten von „O For­tu­na” span­nte sich ein pack­ender musikalis­ch­er Bogen durch den Saal, getra­gen von Orch­ester und Chor in ein­drucksvoller Zusam­me­nar­beit. Der Wech­sel zwis­chen drama­tis­chen Chor­pas­sagen und den zarteren, solis­tis­chen Momenten hielt die Span­nung über den gesamten Abend.

Ins­ge­samt war es ein run­dum gelun­gener Auf­takt in die neue Spielzeit. Die Dres­d­ner Phil­har­monie hat mit dieser Pro­grammwahl ein starkes Zeichen geset­zt, und ich bin ges­pan­nt, was das restliche Konz­ert­jahr noch bere­i­thält. Der Abend hat mir sehr gefall­en und war ein schön­er Ein­stieg in die Kul­tur­monate im Kul­tur­palast.