AfD Dresden

Als “Sandwich-Men” in Dresden unterwegs

Es ver­geht kein Tag, an dem nicht irgend­wo ein ver­schwun­de­nes oder zer­stör­tes AfD-Pla­kat in Dres­den gemel­det wird. So schnell die Pla­ka­te weg sind, so schnell hän­gen wir an der sel­ben Stel­le oder anders­wo neue auf.

Eine Bemer­kung am Ran­de: Ich dan­ke dem auf­merk­sa­men Bür­ger, der mich heu­te ange­spro­chen hat, als ich Pla­kat­re­ste auf­ge­sam­melt habe. Ich konn­te ihm schnell klar machen, dass ich nichts kaputt machen woll­te, son­dern nur die Spu­ren der Ver­wü­stung besei­ti­gen. Er hat­te offen­bar nicht damit gerech­net, dass wir selbst für Ord­nung sor­gen und dazu regel­mä­ßig die Pla­ka­te inspi­zie­ren.

Wir haben jetzt aber eine Lösung gefun­den, wie man es von vorn­her­ein ver­hin­dert, dass sich jemand an unse­ren Pla­ka­ten ver­greift: Den Sand­wich-Man.

Die­se Form der Wer­bung ist kei­ne Erfin­dung der AfD und auch über­haupt nicht neu. Für deut­sche Ver­hält­nis­se aber recht unge­wöhn­lich. Bereits Anfang des 19. Jahr­hun­derts waren die­se Wer­be­trä­ger auf zwei Bei­nen in Lon­dons Stra­ßen anzu­tref­fen. Damit soll­ten nicht nur zusätz­li­che Wer­be­mög­lich­kei­ten erschlos­sen, son­dern auch der Besteue­rung von Pla­kat­wer­bung aus dem Weg gegan­gen wer­den. Uns ging es natür­lich um die Auf­merk­sam­keit für die­se unge­wöhn­li­che Akti­on vor dem Hin­ter­grund der sich häu­fen­den Zer­stö­rung von AfD-Pla­ka­ten. Außer­dem konn­ten wir so dem Pla­ka­tie­rungs­ver­bot im histo­ri­schen Stadt­kern aus dem Weg gehen.

Rund vier Stun­den waren heu­te unter­wegs, auf der Pra­ger Stra­ße bis hin zum Neu­markt. Dort tra­fen wir auf Info-Stän­de der Alt­par­tei­en am Ran­de einer poli­ti­schen Ver­an­stal­tung zu der man die AfD nicht ein­ge­la­den hat­te. Scha­de, dass wir kei­ne Bän­der zum Befe­sti­gen der Kinn­la­den dabei hat­ten. So lang waren näm­lich die Gesich­ter der Eta­blier­ten als sie unse­re fröh­lich-fre­che Akti­on sahen!

Bei unse­rem Spa­zier­gang als Sand­wich-Men haben wir neben­bei noch etwa 1.500 Fly­er ver­teilt. Unzäh­li­ge Male beka­men wir auch zu hören: “Wir brau­chen kei­nen Fly­er. Wir wäh­len euch sowie­so.”

Nach jüng­sten Umfra­gen steht die AfD in Sach­sen bei 26 Pro­zent. Das ist schon ganz gut, aber da ist auch noch Luft nach oben.

Wer unse­re Akti­on heu­te ver­passt haben soll­te, braucht sich nicht zu ärgern. Ihr seht die Sand­wich-Men der AfD auf jeden Fall wie­der. Frau­en wer­den natür­lich auch wie­der dabei sein.