Stadtverwaltung: Werbewand vor “Panzerkette” war Fehler
Wie berichtet, war die Gedenkstätte “Panzerkette” am Postplatz ausgerechnet am 17. Juni durch eine großformatige Werbewand der REWE-Team-Challenge verdeckt worden („Gedenken zum 17. Juni – Wo ist die Panzerkette?”). Ich hatte daraufhin eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat diese nun mit Schreiben vom 6. Juli 2026 beantwortet (AF1441/26).
Demnach basierte der Termin der Veranstaltung auf der Anzeige des Veranstalters, der als Veranstaltungsfläche den gesamten Bereich zwischen Annenstraße, Postplatz/Marienstraße und Freiberger Straße angegeben hatte – ein Areal, auf dem sich auch das Denkmal befindet. Weder die koordinierende noch die flächenverwaltende Organisationseinheit hatten den Termin beanstandet.
Die Fotowand selbst wurde im Rahmen der Sondernutzungserlaubnis für die Rewe-Teamchallenge genehmigt, der Bescheid erging am 12. Juni 2026. Die Verwaltung weist jedoch darauf hin, dass die öffentliche Verkehrsfläche mit rund fünf Metern Abstand nicht unmittelbar an den Denkmalbereich grenzt und die Fotowand offenbar abweichend vom genehmigten Standort aufgestellt wurde. Der Veranstalter sei inzwischen informiert und um Umstellung gebeten worden.
Zur grundsätzlichen Bedeutung des Gedenkorts erklärt die Stadt, sie beabsichtige, den 75. Jahrestag des Volksaufstands mit einem öffentlichen Gedenken zu würdigen. Für die Zukunft kündigt die Verwaltung an, bei der Genehmigung von Sondernutzungen künftig auf das Freihalten von Gedenkorten hinzuweisen und entsprechende Gedenktage stärker in die Entscheidungen der zuständigen Ämter einfließen zu lassen.
Es sei, so die Stadt, ihr grundsätzliches Interesse, dass an den verschiedenen Gedenkorten Dresdens – so auch an der Panzerkette, die an den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 erinnert – künftig würdig und ungestört gedacht werden kann.

